Die Grünen werfen der Bundesregierung vor, die Bürger bei den hohen Spritpreisen im Stich zu lassen. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent stieg am Mittwoch erstmals seit Juli wieder über 100 US-Dollar pro Barrel.
Kritik an Merz und Reiche
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Andreas Audretsch, sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, Ölkonzerne verdoppelten, verdreifachten oder verfünffachten ihre Gewinne derzeit – auf Kosten aller, die tanken müssten. Deutschland brauche dringend eine Übergewinnsteuer, bekräftigte er.
Audretsch kritisierte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), dieser sage einfach nur nein, ohne Vorschlag oder Lösung, und lasse die Menschen im Stich. Energieministerin Katherina Reiche (CDU) verbünde sich seiner Ansicht nach lieber mit großen Öl- und Gaskonzernen in den USA, statt Ölkonzerne in die Schranken zu weisen.
Forderung nach Unabhängigkeit von fossilen Importen
Dieses Vorgehen treibe Deutschland weiter in die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten, so Audretsch. Man müsse das Land unabhängig von Preisschocks an der Tankstelle machen.
Nötig seien dafür ein Umstieg auf E-Mobilität und günstige E-Autos made in Germany.