Die Grünen begrüßen die geplante Kopplung von Bonuszahlungen für Bahnmanager an konkrete Ziele. Gleichzeitig verlangen sie deutlich höhere Investitionen in die Schieneninfrastruktur. Die Ursache für Verspätungen und Zugausfälle sehen sie in jahrzehntelang zu geringen Bundesmitteln.
Boni an Ziele knüpfen – aber Infrastruktur stärken
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat angekündigt, dass sich Bonuszahlungen von Bahnmanagern künftig konkret daran orientieren sollen, ob die vom Bund vorgegebenen Ziele erreicht werden. Zudem soll die neue Finanzierungsvereinbarung für die Schieneninfrastruktur stärker an Vorgaben geknüpft werden.
"Klar erwarten Menschen, dass Bonuszahlungen an Zielerreichungen wie ein verlässlicher Personenverkehr geknüpft sind", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Julia Verlinden, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Verlinden führt Verspätungen und Zugausfälle vor allem auf jahrzehntelang zu geringe Investitionen des Bundes zurück. Sie fordert Bilger auf, gemeinsam mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) für eine ausreichende Finanzierung zu sorgen.
Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz sowie eine dauerhafte auskömmliche Finanzierung müssten endlich dort ankommen, wo sie hingehören: damit die Bahn wieder funktioniere.