Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Sven Hüber, gibt sein Amt mit sofortiger Wirkung auf. Er reagiert damit auf mediale Vorwürfe zu seiner Zeit als DDR-Grenzoffizier. Die Gewerkschaft soll von den Anschuldigungen entlastet werden.
Rücktritt als Schutzmaßnahme für die GdP
Grund seien "mehrere von mir angestrengte rechtliche und gerichtliche Prüfungen gegen erhobene mediale verunglimpfende und rufmordähnliche Vorwürfe vor meinem Dienst in der Bundespolizei und vor der GdP", sagte Hüber am Mittwoch. Hüber weiter: "Ich möchte während der notwendigen gerichtlichen Auseinandersetzung die täglich neuen, unhaltbaren Anschuldigungen von der GdP abwenden."
Vorwürfe und Bestreitung
Er habe nach intensiven Gesprächen mit dem Bundesvorsitzenden der GdP, Jochen Kopelke, den geschäftsführenden Bundesvorstand und den Bundeskontrollausschuss über seine endgültige Entscheidung „zum Schutz meiner Gewerkschaft und zur Verteidigung gegen falsche Vorwürfe informiert und gebeten, den gesamten GdP-Bundesvorstand in Kenntnis zu setzen.“
Das Magazin "Apollo News“ hatte zuvor gemeldet, Hüber habe als DDR-Grenzoffizier dazu beigetragen, den Schießbefehl durchzusetzen. Ein Zeitzeuge wurde zitiert, der Hüber detailliert Vorwürfe macht – die Hüber bestreitet.