Knapp 30 Jahre nach dem Mord an Tupac Shakur hat eine Jury in Las Vegas einen früheren Gangboss wegen Organisation des Angriffs schuldig gesprochen. Der 63-Jährige will Berufung einlegen. Der Rapper war 1996 bei einem Drive-by-Shooting in Las Vegas erschossen worden.
Vergeltung als Motiv
Der Angeklagte habe den Mord in Auftrag gegeben und die Waffe bereitgestellt, mit der sein Neffe schoss, argumentierte die Staatsanwaltschaft. Er soll die Tat als Rache geplant haben, nachdem sein Neffe in einen Streit mit Shakur und dessen Crew geraten war. Der 25-jährige Rapper galt zum Zeitpunkt seines Todes als eine der einflussreichsten Stimmen des Genres.
Shakur verkaufte weltweit mehr als 75 Millionen Platten. Der Fall blieb jahrzehntelang ungelöst und befeuerte zahlreiche Verschwörungstheorien.
Hintergrund der Tatzeit
Die Rivalität zwischen der Ost- und Westküsten-Rap-Szene sowie die Fehden zwischen den Banden Bloods und Crips prägten die Ära, in der Shakur ermordet wurde.