Die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch schlägt Alarm: Ashwagandha-Produkte, bisher vor allem online verkauft, finden nun auch in Supermärkte. Die beworbenen Gesundheitsversprechen seien wissenschaftlich nicht belegt, kritisiert Foodwatch-Chef Chris Methmann.
Werbung mit unbewiesenen Versprechen
Ashwagandha gilt als traditionelles Heilmittel gegen Stress. Doch das getrocknete Pulver wird laut Methmann nun als Kapsel verkauft – beworben mit dem Versprechen einer "Tagesspiegel". Die Organisation betont, dass solche Gesundheitsversprechen wissenschaftlich nicht belegt seien.
Zudem verstoßen die Produkte nach Ansicht von Foodwatch gegen klare Regeln für die Werbung mit Gesundheitsversprechen.
Die Lebensmittelbehörden, die solche Verstöße verfolgen müssten, hätten jedoch zu wenig Personal. Zuständig für die Kontrollen – auch im Online-Bereich – seien die kommunalen Ämter in Städten und Landkreisen. Diese kämen nicht hinterher, so Methmann.
Foodwatch fordert daher eine Reform der Lebensmittelaufsicht. Für bundesweite Fälle wie Ashwagandha bräuchte es eine zentralisierte Behörde, die auch den Onlinehandel im Blick habe.