Die weltweite Luftfahrtbranche muss sich 2026 auf deutlich sinkende Gewinne einstellen. Der Internationale Luftverkehrsverband (IATA) hat seine Prognose für das kommende Jahr wegen stark gestiegener Treibstoffkosten und kriegsbedingter Routenbeschränkungen deutlich nach unten korrigiert. Trotz stabiler Nachfrage nach Flugreisen und steigender Passagierzahlen schrumpft der Gewinn pro Fluggast erheblich.
IATA senkt Gewinnprognose für 2026 deutlich
Der Internationale Luftverkehrsverband (IATA) rechnet für 2026 mit einem Gesamtgewinn der Branche von 23 Milliarden Dollar, wie er am Sonntag mitteilte. Das ist ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu einer früheren Prognose von rund 41 Milliarden Dollar und liegt unter dem Gewinn von 45 Milliarden Dollar im Jahr 2025. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben mehr als 370 Fluggesellschaften.
Die Korrektur der Prognose führt der Verband auf die stark gestiegenen Treibstoffpreise infolge des Iran-Kriegs zurück. Dieser blockiere auch wichtige Flugrouten und belaste den Betrieb der Airlines weltweit, heißt es von der IATA.
Stabile Nachfrage, sinkender Gewinn pro Passagier
Trotz des finanziellen Drucks zeigt sich die Nachfrage nach Flugreisen laut IATA stabil. Der Verband erwartet Einnahmen von über 1,1 Billionen Dollar, getragen von einer hohen Passagierauslastung und Zusatzeinnahmen aus Premium-Angeboten.
Allerdings ist der Gewinn pro Passagier eingebrochen. Für 2026 prognostiziert die IATA nur noch rund 4,50 Dollar pro Fluggast – etwa die Hälfte des Vorjahreswertes. Die Zahl der beförderten Passagiere soll dennoch von 4,98 Milliarden im Jahr 2025 auf 5,1 Milliarden im Jahr 2026 steigen.
Treibstoff als größte Kostenbelastung
Die Treibstoffkosten entwickeln sich nach Einschätzung der IATA zur größten Belastung für die Luftfahrtbranche. Der Verband schätzt, dass die globale Treibstoffrechnung der Airlines 2026 auf rund 350 Milliarden Dollar steigen wird, nach 252 Milliarden Dollar im Vorjahr. Damit entfällt fast ein Drittel der Betriebskosten auf Treibstoff.
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