Wer mit Kindern reist, kennt das: Der Flug mit Kleinkind, das Hotel mit seinen starren Essenszeiten, die Zimmergröße, die für drei Leute schon eng ist. Pauschalurlaub funktioniert nach einem Takt, der selten der einer Familie ist. Das Ferienhaus kehrt das Verhältnis um. Die eigene Unterkunft ist längst keine Notlösung mehr, sondern für viele Familien das Modell der Wahl.
Was das Ferienhaus dem Pauschalurlaub voraus hat
Der offensichtlichste Vorteil liegt in der Größe. Wer ein Ferienhaus bucht, bucht im Schnitt mehrere Zimmer, eine eigene Küche, häufig einen Garten oder eine Terrasse. Für Familien mit Kindern unter zehn Jahren heißt das: Die Kinder schlafen im eigenen Zimmer, die Eltern müssen abends nicht im Halbdunkel sitzen, damit niemand geweckt wird.
Die Kostenfrage ist ebenfalls zu berücksichtigen. Für Gruppen und Familien ist das Ferienhaus im Vergleich zu Hotels oft die günstigere Wahl: Wenn vier oder fünf Personen die Miete zahlen, sinkt der Preis pro Kopf erheblich. Wer dazu noch selbst kocht, spart sich auch das tägliche Restaurantdebakel, das in teuren Reiseländern schnell den Urlaubsetat sprengt.
Ein großes Plus ist die Freiheit im Tagesablauf. Ob man nun um neun oder um elf frühstückt, einen Strandtag ohne Rücksicht auf die Öffnungszeiten des Hotelpools macht oder an einem Regentag statt Besichtigungen Brettspiele im Wohnzimmer spielt, ist entspannt planbar.
Dänemark als Reiseziel: Warum sich das Land eignet
Für Familien aus Niedersachsen und dem Münsterland liegt Dänemark geographisch näher als die meisten Flugreiseziele. Von Osnabrück aus ist die dänische Grenze in unter drei Stunden zu erreichen, Blåvand an der Nordseeküste in vier. Kein Sicherheitscheck, kein Flughafen-Timing, kein Gepäcklimit.
Wer ein Ferienhaus in Dänemark bucht, hat die Qual der Wahl zwischen zwei ganz unterschiedlichen Küstencharakteren. Die Nordsee bei Blåvand, Vejers Strand oder Rømo hat breite Sandstrände, Dünenlandschaften und die kraftvolleren Wellen. Die Ostsee bietet flaches, ruhiges Wasser, in dem Kinder schwimmen lernen oder einfach nur planschen können. Regionen wie Falster oder die Insel Møn mit ihrer Kreideküste sind von Norddeutschland aus in wenigen Stunden zu erreichen.
Mit über 7.000 Ferienhäusern von der Nordsee bis zur Ostsee ist die Auswahl in Dänemark heute größer als je zuvor. Anbieter, wie etwa Sonne und Strand, haben ihr Portfolio in den letzten 45 Jahren sehr weit differenziert: vom einfachen Sommerhaus mit klassischem Charakter bis zum Poolhaus mit Sauna oder ganz nah am Strand.
Worauf man bei der Buchung achten sollte
Die Ausstattungsangaben in Ferienhausportalen gehen oft stark auseinander. Wer mit Familie bucht, sollte ganz konkret prüfen, bevor er sich von der Optik oder einem billigen Preis locken lässt.
Schlafzimmeranzahl und Belegungsangabe klingen selbstverständlich, sind es aber nicht immer: Mancherorts hat man sechs Personen Belegung, hat aber nur zwei Schlafzimmer und zwei Schlafcouchen im Wohnbereich. Abgetrennte Schlafbereiche sind für Familien mit Kindern unter 10 Jahren in der Regel kein Luxus, sondern Grundbedingung. Die Entfernung zum Strand sollte nicht als Luftlinie, sondern als Gehstrecke angegeben werden. Denn ein Haus, das 900 Meter vom Wasser entfernt ist, ist mit Kleinkind, Strandwagen und Sonnencreme eine ganz andere Liga als eines, das nur 200 Meter entfernt ist. Viele Anbieter geben beide Werte an. Im Zweifelsfall ist es immer gut, beim Anbieter direkt nachzufragen oder die Strecke auf der Karte anzuschauen.