Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warnt die US-Regierung vor den Folgen eines möglichen Abzugs von Soldaten aus Europa. Eine solche Entscheidung würde ihrer Einschätzung nach Europa zu höheren Investitionen in die eigene Sicherheit zwingen und zugleich den politischen Einfluss der USA auf dem Kontinent schwächen.
Warnung vor geringerem US-Einfluss in Europa
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die US-Regierung vor einem Abzug von Soldaten aus Europa gewarnt. Eine entsprechende Ankündigung zwinge Europa, „noch weiter in die eigene Sicherheit zu investieren“, sagte Kallas dem „Spiegel“. Die Kehrseite für Amerika sei nach ihren Worten: Wenn Europa unabhängiger von den USA werde, verlören die Vereinigten Staaten auch ihren Einflusshebel.
Zudem riskierten die USA durch ihren Politikstil nach Einschätzung von Kallas nicht nur in Europa, Vertrauen und Einfluss zu verlieren. Länder, die sich bisher auf den Schutz Amerikas verließen, seien sich inzwischen nicht mehr sicher, ob die USA ein verlässlicher Partner seien, sagte sie dem „Spiegel“.
Belastetes transatlantisches Verhältnis
Kallas äußerte sich unzufrieden über das transatlantische Verhältnis. Es gebe nichts zu beschönigen: Die Beziehungen zwischen Amerika und Europa stünden stark unter Druck, sagte sie dem „Spiegel“.
Zwar pflege sie zu US-Außenminister Marco Rubio ein gutes Arbeitsverhältnis, sagte die Estin. Sie fügte jedoch hinzu: „Ich würde mir natürlich wünschen, dass es noch besser wäre.“
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