Zwei Millionen Euro gestrichen – Russland wieder dabei
Die Europäische Union hat ihre finanzielle Unterstützung für die Kunstbiennale in Venedig eingestellt. Wie mehrere Medien berichten, stoppte die Europäische Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) auf Empfehlung der EU-Kommission den laufenden Zuschuss von zwei Millionen Euro. Der Schritt betrifft die diesjährige Ausgabe der Biennale, die erstmals seit Beginn des Ukrainekriegs wieder mit russischer Beteiligung stattfindet.
EU stoppt Kulturförderung für Russland
Als Begründung führt die EU an, dass Kulturprojekte mit EU-Geldern demokratische Werte wie offenen Dialog, Vielfalt und Meinungsfreiheit fördern müssten. Diese Werte würden im heutigen Russland nicht respektiert, erklärte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Die Entscheidung unterstreicht die politische Spannung zwischen der EU und Russland, die sich seit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine weiter verschärft hat.
Russlands Biennale-Präsenz unter Kritik
Die Biennale Venedig gilt als eine der wichtigsten Kunstausstellungen der Welt und zieht jährlich Tausende Besucher an. Die Teilnahme Russlands an der Veranstaltung hatte bereits im Vorfeld für Diskussionen gesorgt. Kritiker warnen, dass die Präsenz des Landes auf der Biennale als Normalisierung der politischen Lage wahrgenommen werden könnte.
EU-Förderung bleibt für Russland gesperrt
Die EU betont, dass ihre Entscheidung nicht gegen die Kunst selbst gerichtet sei, sondern gegen die politische Haltung Russlands. Ob die gestrichenen Mittel zu einem späteren Zeitpunkt wieder fließen könnten, bleibt unklar. Die Biennale läuft noch bis November 2024.
