Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien wird Deutschland Unterstützung bei der Versorgung der Betroffenen leisten. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts betonte am Mittwoch die Solidarität. Im Fokus steht zunächst die Grundversorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln.
Hilfsgüter und Koordination mit Europa
"Deutschland steht in dieser Naturkatastrophe an der Seite der betroffenen Bevölkerung", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur.
Deutschland bereitet Hilfsgüter für die betroffenen Familien vor. Gemeinsam mit anderen europäischen Ländern soll nun geklärt werden, wie der Transport nach Kolumbien am schnellsten organisiert werden kann. Auch eine finanzielle Unterstützung für das kolumbianische Rote Kreuz ist möglich.
Die kolumbianischen Behörden hatten um Hilfe gebeten, da viele Menschen obdachlos geworden seien und Engpässe bei lebensnotwendigen Gütern drohten.
Bei der Suche nach Überlebenden setzt Kolumbien derzeit auf eigene Kräfte. Die Regierung teilte mit, für die akute Rettung zunächst keine ausländische Hilfe zu benötigen. Sollte sich die Lage ändern, sei Deutschland jedoch bereit, weitere Maßnahmen zu prüfen, so der Sprecher des Auswärtigen Amts.
Das Erdbeben am Montagmorgen hatte eine Stärke von 7,4. Das Epizentrum lag rund 60 Kilometer westlich der Großstadt Pereira. Nach letzten Angaben kamen über 250 Menschen ums Leben, mehrere Tausend sollen verletzt worden sein.