Die Bundesregierung hat den russischen Botschafter wegen jüngster Angriffe in der Ukraine und Forderungen an die deutsche Botschaft in Kiew einbestellt. Das Auswärtige Amt begründete das diplomatische Vorgehen mit Attacken auf zivile Ziele wie Krankenhäuser, Schulen und Medienstandorte sowie dem mutmaßlichen Einsatz einer atomwaffenfähigen Hyperschallrakete.
Auswärtiges Amt informiert über Einbestellung
Das Auswärtige Amt hat am Dienstag auf der Plattform Bluesky mitgeteilt, dass die Bundesregierung den russischen Botschafter einbestellt hat. Das Ministerium spricht von einem diplomatischen Protestsignal.
Zur Begründung verwies das Auswärtige Amt auf die Aufforderungen Russlands an die deutsche Botschaft, Kiew zu verlassen. Zugleich verweist das Ministerium auf die Angriffswelle der vergangenen Tage, bei der nach seinen Angaben auch Krankenhäuser, Schulen und TV-Studios der ARD und der Deutschen Welle getroffen oder von den Druckwellen beschädigt wurden.
Vorwurf des Einsatzes einer Hyperschallrakete
Nach Darstellung des Auswärtigen Amts soll Russland bei den Angriffen unter anderem eine atomwaffenfähige Hyperschallrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt haben.
„Russland setzt auf Drohen, Terror und Eskalation. Deshalb haben wir heute Russlands Botschafter einbestellt“, schreibt das Auswärtige Amt auf Bluesky. Weiter heißt es in der Mitteilung des Ministeriums: „Wir lassen uns durch Drohungen nicht einschüchtern und werden die Ukraine weiter kraftvoll unterstützen.“
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