Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem verhaltenen Start bis zur Mittagszeit ins Plus vorgearbeitet. Gegen 12:30 Uhr notierte der Leitindex bei rund 24.245 Punkten und damit 0,2 Prozent über dem Schlussstand vom Vortag.
Dax behauptet Niveau über 24.000 Punkten
Nach einem zurückhaltenden Handelsbeginn konnte der Dax am Donnerstag bis zum Mittag zulegen. Der Leitindex wurde gegen 12:30 Uhr mit rund 24.245 Punkten berechnet, was einem Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Schlussniveau vom Vortag entspricht.
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, sprach von einer gewissen Widerstandskraft des deutschen Leitindex: „Der Dax kann trotz vieler Störfaktoren sein Kursniveau oberhalb von 24.000 Punkten halten“, sagte Lipkow laut CMC Markets. Kurz vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank blieben die Anleger in Frankfurt im Wartemodus.
Anleger setzen auf KI, Halbleiter und Energie
Nach Einschätzung von Lipkow rücken bekannte Branchentrends wieder stärker in den Fokus: „Die Anleger in Frankfurt bleiben kurz vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank im Wartemodus und fokussieren sich wieder verstärkt auf die altbekannten Modethemen Künstliche Intelligenz und Halbleiter. Im Dax äußert sich das in einer stärkeren Nachfrage nach den Aktien von Infineon und Siemens Energy. Auch das Energiethema wird über die Aktien von RWE gespielt“, erklärte der Marktanalyst CMC Markets zufolge.
Die Stimmung an den Börsen beschrieb Lipkow als verhalten zuversichtlich. Die Stimmungslage bleibe insgesamt vorsichtig optimistisch und die Hoffnung auf eine baldige Lösung des Iran-Konflikts lebe in den Köpfen der Anleger weiter, so Lipkow laut CMC Markets. Zugleich warnte er vor Belastungen durch die geopolitische Situation: Bis dahin aber bleibe die undurchsichtige Lage im Nahen Osten der größte bremsende Faktor am Aktienmarkt und strahle direkt auf viele Teilsektoren ab, so Lipkow.
Bewegung bei Währungen, Gold und Öl
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1525 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8677 Euro zu haben.
Der Goldpreis legte zu: Am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.088 US-Dollar gezahlt, ein Plus von 0,3 Prozent. Das entspricht einem Preis von 114,04 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis gab hingegen nach. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 92,19 US-Dollar und damit 91 Cent oder 1,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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