Der Dax hat am Dienstag deutlich zugelegt und ist über die Marke von 24.000 Punkten gestiegen. Getragen wurde die Entwicklung vor allem von der Hoffnung der Anleger auf ein baldiges Ende des Krieges im Iran und einem Mangel an neuen Belastungsfaktoren. Gleichzeitig sorgten gemischte Quartalszahlen großer Unternehmen für Verunsicherung, während Energie- und Devisenmärkte eigene Akzente setzten.
Dax überspringt Marke von 24.000 Punkten
Am Dienstag schloss der Dax den Xetra-Handel mit 24.044 Punkten und damit 1,3 Prozent höher als am Vortag. Nach einem sehr freundlichen Start baute der Leitindex im Tagesverlauf seine Zugewinne weiter aus.
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sprach von einem von Zuversicht geprägten Handelstag. „Die Anleger hoffen auf eine baldige Beendigung des Krieges im Iran und folgten heute dem Motto: Keine Nachrichten sind gute Nachrichten“, kommentierte Lipkow laut CMC Markets. „Ihr Optimismus beförderte den Dax im Handelsverlauf schließlich wieder zurück über die Marke von 24.000 Punkten. Während sich die positive Grundhaltung nur wenig in den Energiepreisen widerspiegelt, verlieh sie zumindest dem Dax heute wieder etwas mehr positive Dynamik.“
Berichtssaison startet durchwachsen
Nach Einschätzung von Lipkow ist die Berichtssaison verhalten angelaufen. „Die Quartalszahlen vieler Unternehmen sorgen für Verunsicherung in den entsprechenden Sektoren. Nachdem gestern die Banken durch die Zahlen von Goldman Sachs betroffen waren, konnten heute die Quartalszahlen des Luxuskonzerns LVMH nicht überzeugen. Der französische Konzern bekommt die Konsumzurückhaltung im Modegeschäft zu spüren“, erklärte er. „Auf die Quartalszahlen von BMW versuchen sich die Investoren noch einen Reim zu machen. Auch diese waren wechselhaft und zeigen auf dem wichtigsten Absatzmarkt in China zwar Schwächen auf, können jedoch auf dem Heimatmarkt überzeugen und deuten hier auf eine Trendumkehr hin.“
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Aktien von Siemens, Deutscher Bank und Infineon an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Am Tabellenende fanden sich die Papiere von Brenntag, BMW, BASF und Deutscher Telekom wieder.
Rückgang bei Gas- und Ölpreisen, Euro fester
Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 43 Euro und damit sieben Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Auch der Ölpreis gab deutlich nach. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 96,35 US-Dollar, das waren 301 Cent oder 3,0 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Dienstagnachmittag fester. Ein Euro kostete 1,1801 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8474 Euro zu haben.
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