Der Dax hat am Mittwoch nach einem zunächst freundlichen Handelsstart bis zur Mittagszeit leicht ins Minus gedreht. Gegen 12:30 Uhr notierte der Leitindex bei rund 24.005 Punkten und damit knapp unter dem Schlussniveau vom Vortag. Marktbeobachter verweisen auf ein ambivalentes Umfeld zwischen geopolitischen Risiken, Inflationssorgen und teils robusten Unternehmenszahlen.
Dax ringt um Stabilisierung an der Marke von 24.000 Punkten
Andreas Lipkow
„Dieses ambivalente Umfeld nutzt der Dax für eine Stabilisierung und Konsolidierung rund um die Marke von 24.000 Punkten. Sollte es aber auch auf Unternehmensseite zu erkennbaren Schwächen bei den Umsatz- und Gewinnentwicklungen kommen, kann sich diese Unterstützung schnell in Rauch auflösen“, erklärte Lipkow weiter.
Notenbanken im Fokus von Anlegern
Mit Blick auf Konjunktur- und Inflationsdaten verwies Lipkow auf mögliche Vorzeichen für die weitere Marktentwicklung. „Vorboten könnten die anstehenden Preisdaten aus Deutschland und Konjunkturdaten aus den USA sein. Rund um den heutigen Zinsentscheid der US-Notenbank dürfte die Kombination aus den makroökonomischen Daten und den Aussagen des Fed-Chefs am Abend eine interessante Mischung ergeben“, sagte der Chef-Marktanalyst von CMC Markets.
„Morgen folgt dann die EZB, die wesentlich stärker mit den aktuellen Energiepreisen hadern wird. Auch die Notenbanker müssen abschätzen, wie stabil sich die Konjunktur in den betroffenen Ländern darstellt und welche negativen Auswirkungen der Konflikt im Nahen Osten auf die Preisentwicklungen und das Konsumverhalten haben wird. Keine leichte Aufgabe, die sowohl bei einer Überreaktion als auch bei einem zu langen Warten negative Folgen haben kann. Der Aktionsradius der Notenbanken ist damit insgesamt relativ klein“, sagte Lipkow.
Währungs-, Gold- und Ölmarkt in Bewegung
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Mittwochnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1703 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8545 Euro zu haben.
Am Rohstoffmarkt gab der Goldpreis nach. Am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.570 US-Dollar gezahlt, ein Minus von 0,6 Prozent. Das entspricht einem Preis von 125,55 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 114,70 US-Dollar, 3,1 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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