Der Dax ist am Dienstag mit Kursgewinnen in den Handelstag gestartet und hat sich trotz fehlender Impulse leicht fester gezeigt. Marktbeobachter verweisen zugleich auf ein Sommerloch mit rückläufigen Schwankungen und unterdurchschnittlichen Handelsumsätzen. Während Anleger auf Signale der Zentralbanken hoffen, gaben Euro und Ölpreis am Morgen etwas nach.
Dax startet fester in den Handelstag
Der Dax ist am Dienstag mit Kursgewinnen in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 24.840 Punkten berechnet, 0,9 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Infineon und Siemens, am Ende Adidas, die Deutsche Telekom und SAP.
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, sagte gegenüber der dts Nachrichtenagentur: „Der Dax ist angesichts fehlender Impulse und der beginnenden Ferienzeit in ein Sommerloch gefallen“.
Sommer-Blues an der Frankfurter Börse
„Zwar könnten das Zentralbanktreffen in Sintra und die Arbeitsmarktdaten aus den USA kurzfristige Impulse liefern. Die Schwankungen haben aber insgesamt abgenommen, und die Handelsumsätze sind nur noch unterdurchschnittlich – der Sommer-Blues hat die Börse in Frankfurt erfasst“, so Stanzl weiter gegenüber der dts Nachrichtenagentur.
„Anleger hoffen in Sintra auf versöhnlichere Töne aus der Geldpolitik und vielleicht insgesamt auf weniger Hinweise darauf, dass die Europäische Zentralbank und die amerikanische Notenbank beabsichtigen, die Leitzinsen weiter anzuheben“, sagte Stanzl der dts Nachrichtenagentur. Völlige Entwarnung werde man aus Sintra aber nicht erwarten können. Zu hoch sei die Gefahr von Zweitrundeneffekten, und es sei noch nicht sicher, wann der Hochpunkt der Inflation eintrete. „Die Zentralbanken werden ihren datengetriebenen Ansatz wohl auch in Sintra weiterhin hochhalten“, sagte der Analyst.
Euro und Ölpreis geben nach
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Dienstagmorgen etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1405 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8768 Euro zu haben.
Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 72,59 US-Dollar; das waren 56 Cent oder 0,8 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
