Der Dax hat am Donnerstag nach einem verhaltenen Start leicht zugelegt und den Xetra-Handel mit einem Plus von 0,4 Prozent beendet. Die Entwicklung blieb jedoch hinter den Kursrekorden in New York und Tokio zurück, während zugleich steigende Energiepreise und geopolitische Risiken die Stimmung belasteten.
Am Donnerstag wurde der Dax zum Xetra-Handelsschluss mit 24.154 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Nach einem zunächst verhaltenen Start baute der Leitindex seine Zugewinne bis zum frühen Vormittag aus, bevor er einen großen Teil davon wieder abgab.
Verhaltener Dax trotz Rekorden an Wall Street und in Tokio
„Die Anleger in Frankfurt mussten heute mit etwas Enttäuschung den neuen Kursrekorden in New York und Tokio hinterherschauen“, kommentierte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets. „Die positive Dynamik wollte nicht so richtig auf den Dax überschwappen. Zu groß sind die Befürchtungen, dass sich die immer noch hohen Erdölpreise negativ auf die Konjunkturentwicklung in Deutschland auswirken“, so CMC Markets weiter.
Zwar bringe die laufende Berichtssaison in der Retrospektive viele positive Ergebnisse hervor. „Doch es gibt auch Warnsignale: So schlagen sich zum Beispiel im Konsumsektor die hohen Energiepreise bereits nieder“, sagte Lipkow laut CMC Markets. „Die Börsenwelt ist so lange in Ordnung, wie es keine schlechten Nachrichten aus dem Nahen Osten gibt. Fraglich bleibt aber in jedem Fall die Entwicklung der Inflationsrate in den kommenden Monaten, durch die deutlich gestiegenen Erdölpreise. Die Verhandlungssituation zwischen den USA und dem Iran bleibt zudem für viele Anleger ein kaum einschätzbares Risiko“, erklärte er weiter gegenüber CMC Markets.
Bis kurz vor Handelsschluss standen die Papiere von Brenntag, Scout 24, Zalando und SAP an der Spitze der Kursliste in Frankfurt. Am Tabellenende fanden sich die Aktien von Qiagen und Merck wieder.
Steigende Energiepreise
Unterdessen stieg der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im Mai kostete 42 Euro und damit drei Prozent mehr als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund neun bis elf Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben.
Der Ölpreis stieg ebenfalls: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 97,96 US-Dollar, das waren 3,2 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.
Leicht schwächerer Euro
Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1776 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8492 Euro zu haben.
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