Der deutsche Leitindex lag am Dienstagmittag bei 25.950 Punkten und verlor damit 0,2 Prozent gegenüber dem Vortag. Fresenius, Volkswagen und BMW führten die Kursliste an, während Infineon, Münchener Rück und Hannover Rück am Ende standen.
Ölpreise und Anleiherenditen belasten die Stimmung
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst von CMC Markets, sagte: „Der Kampf um die 26.000er-Marke gestaltet sich für den Dax zunehmend schwerer“.
Er erläuterte: "Wie Senkblei hängen die steigenden Ölpreise an den Notierungen der 40 Unternehmen im deutschen Leitindex. Die Rohölsorte Brent hat die 100 US-Dollar wieder übersprungen. Die daraus resultierenden Preissteigerungen drücken zum einen auf das Konsumklima und rufen zum anderen die Notenbanken mit Leitzinserhöhungen auf die Agenda."
Keine Kaufargumente für Aktien
Hohe Anleiherenditen seien eine echte Anlagealternative zu Aktien und damit keine Kaufargumente, so Lipkow. "Viele Vermögensverwalter liebäugeln bereits mit Umschichtungen und sorgen so für Mittelabflüsse aus den Aktienmärkten."
Zudem betonte er: "Die geopolitische Gemengelage aus steigenden Energiekosten und Störungen der Lieferketten spricht gegen eine Fortsetzung der Konjunkturerholung in Europa und speziell in Deutschland". "Die Rohstoffabhängigkeit ist zu hoch und die Unternehmen haben mit fallenden Margen zu kämpfen, die mittelfristig kaum durch weiteren Personalabbau oder andere Kostendämpfungsmaßnahmen aufzufangen sind."
Euro leicht schwächer
Die europäische Gemeinschaftswährung gab am Dienstagmittag leicht nach: Ein Euro kostete 1,1611 US-Dollar, ein Dollar entsprechend 0,8613 Euro.