Die Kartoffelernte in Deutschland wird 2026 voraussichtlich nur etwa 10,4 Millionen Tonnen betragen. Das sind fast ein Viertel weniger als im Vorjahr und 13 Prozent unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Ursache sind Wetterextreme und eine kleinere Anbaufläche.
Rückgang bei Ertrag und Fläche
Der bundesweite Durchschnittsertrag sank auf etwa 38 Tonnen pro Hektar. Das sind elf Prozent weniger als im Schnitt der Jahre 2020 bis 2025 und 15 Prozent weniger als im sehr guten Vorjahr mit 13,9 Millionen Tonnen – der größten Ernte seit 1990.
Die Anbaufläche schrumpfte auf 268.300 Hektar, elf Prozent weniger als 2025 und zwei Prozent unter dem sechsjährigen Durchschnitt. Besonders betroffen sind Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern, die zusammen drei Viertel der deutschen Kartoffelanbaufläche stellen und in denen die Flächen ebenfalls reduziert wurden.
Stabile Versorgung erwartet
Trotz des Rückgangs rechnet das Bundeslandwirtschaftsministerium mit einer mittelfristig stabilen Versorgung. Begründet wird dies mit einem seit Jahren hohen Selbstversorgungsgrad und einem ausgeglichenen Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Auch die Preise für Verbraucher sollten demnach stabil bleiben.