Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) schließt eine spätere Kandidatur für das Amt des Bundeskanzlers nicht aus. In einem Interview mit dem Magazin "Focus" betont er zugleich, dass er derzeit am liebsten Ministerpräsident bleiben möchte und sein politischer Ehrgeiz auf eine weitere Amtsperiode im Norden gerichtet ist.
Günther schließt Kanzlerkandidatur nicht aus
Auf die Frage, ob er in Berlin lieber das Kanzleramt oder einen Ministerposten hätte, sagte Daniel Günther dem „Focus“: „Auf keinen Fall Minister und am liebsten Ministerpräsident.“ Eine klare Festlegung gegen das Kanzleramt vermied er dabei.
Ausweichend reagiert Günther auch auf die Frage, ob er sich das Kanzleramt zutrauen würde. Sein Ehrgeiz reiche auf jeden Fall, um eine weitere Periode Ministerpräsident zu bleiben, sagte er dem „Focus“. Bei den Landtagswahlen im kommenden Jahr wird der CDU-Politiker erneut als Spitzenkandidat antreten.
Schleswig-Holstein-Stil als Vorbild
Im Moment sehe er seine Aufgabe darin, ein gutes Beispiel dafür zu sein, wie Regierungen an einem Strang ziehen und sich verständigen können, erklärt Günther im „Focus“. Seit 2022 steht er an der Spitze einer schwarz-grünen Koalition. Die geräuschlose Zusammenarbeit der beiden Parteien bezeichnet er als „Schleswig-Holstein-Stil“. Berlin könne davon viel lernen, findet Günther laut „Focus“.
