Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) sieht dessen Stellvertreter Alexander Hoffmann (CSU) keinen unmittelbaren Zeitdruck für die Wahl eines Nachfolgers. Hoffmann, der die Fraktion vorerst kommissarisch führt, betonte, man werde sich für das weitere Vorgehen die notwendige Zeit nehmen. Zugleich versicherte er, die Fraktion bleibe trotz des Führungswechsels voll arbeitsfähig.
Hoffmann übernimmt kommissarische Leitung
Nach dem Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat Alexander Hoffmann (CSU) vorerst kommissarisch die Leitung der Bundestagsfraktion übernommen. Es bestehe „grundsätzlich keine Eile“, sagte Hoffmann am Samstag dem ZDF.
Der Fraktionsvize erläuterte, die Parteivorsitzenden von CDU und CSU würden sich über das weitere Vorgehen abstimmen und sich dafür die notwendige Zeit nehmen. Vorerst habe er selbst kommissarisch die Leitung übernommen und werde die Fraktion so lange führen, bis ein neuer Vorsitzender gewählt sei.
Abstimmung der Parteivorsitzenden
Hoffmann verwies darauf, dass die Spitze der Schwesterparteien CDU und CSU das Verfahren für die Neubesetzung des Fraktionsvorsitzes gemeinsam festlegen werde. Die Parteivorsitzenden würden sich über das weitere Vorgehen abstimmen und dabei ohne Zeitdruck agieren, sagte Hoffmann dem ZDF. Ein konkreter Zeitplan für die Wahl eines neuen Fraktionschefs wurde zunächst nicht genannt.
Reformpakete und laufende Vorhaben
Die Union sei mit einem umfangreichen Reformpaket in die Sommerpause gegangen, betonte Hoffmann gegenüber dem ZDF. Dazu zählten die im Koalitionsausschuss vereinbarten 34 Maßnahmen sowie die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung. Weitere Vorhaben wie die Pflegereform stünden bereits auf der Agenda.
Die Fraktion bleibe trotz des Führungswechsels „entscheidungsfähig und handlungsfähig und auch sprechfähig“, sagte Hoffmann dem ZDF.
