Nach dem historischen Wahldebakel bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat der CDU-Landesvorstand am Montagabend seine Ämter zur Verfügung gestellt. Ministerpräsident Sven Schulze wird nicht erneut für den Parteivorsitz kandidieren. Ein Sonderparteitag soll die Neuwahl im November oder Dezember vornehmen.
Reaktion auf Rekordniederlage
Die CDU reagierte mit dem Rücktrittsangebot auf ihr bislang schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die Partei erreichte am Sonntag nur noch 17,2 Prozent der Stimmen, während sie 2021 noch 37,1 Prozent erzielt hatte.
Die AfD wurde mit 43,8 Prozent stärkste Kraft. Innerhalb der CDU waren bereits unmittelbar nach der Wahl Forderungen nach einem personellen Neuanfang laut geworden.
Übergangsregelung und Ausblick
Bis zur Neuwahl der Parteiführung bleibt der bisherige Landesvorstand im Amt. Sven Schulze hatte den Rücktritt des Gremiums nach einer Sitzung in Magdeburg mitgeteilt.
Wer sich um den Landesvorsitz bewerben wird, ist derzeit noch offen. Die CDU sieht ihre künftige Rolle im Landtag in der Opposition.