Mehrere Hundert Menschen haben am Montagabend vor dem Osnabrücker Rathaus gegen den Erfolg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und einen aus Sicht der Veranstalter zunehmenden Rechtsruck demonstriert. Zu der kurzfristig angekündigten Kundgebung hatte der Kreisverband der Linken Osnabrück Stadt unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt – Solidarität gegen den Rechtsruck“ aufgerufen.
In mehreren Redebeiträgen wurde vor einem neuen Faschismus gewarnt. Aus der Menge waren immer wieder Rufe wie „Alerta, alerta, antifascista“ zu hören, außerdem wurde die Sozialistische Internationale gesungen.
Ganz Osna hasst die AfD?
Auch die Parole „Ganz Osna hasst die AfD“ wurde mehrfach skandiert. Nicht ganz widerspruchsfrei wirkte das vor dem Hintergrund, dass den politischen Gegnern zugleich immer wieder „Hass“ vorgeworfen wurde – und wenige Tage vor der Kommunalwahl am kommenden Sonntag, für die ein niedriges zweistelliges Ergebnis in Osnabrück zumindest möglich erscheint.
Linkspartei erinnert an historische Mahnung
Anlass für die Kundgebung war das starke Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Bereits unmittelbar nach Schließung der Wahllokale hatte die Osnabrücker Linke zu der Demonstration aufgerufen. Kreissprecher Christoph Erdmann hatte erklärt: „Wenn eine rechtsextreme Partei derart starke Ergebnisse erzielt, dürfen wir nicht schweigen. Nie wieder darf nicht nur eine historische Mahnung bleiben. Nie wieder ist jetzt.“
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