Das starke Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sorgt auch in Osnabrück für eine erste politische Reaktion. Der Kreisverband der Linken Osnabrück Stadt ruft für Montagabend (7. September) um 18 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Osnabrücker Rathaus auf. Unter dem Motto „Nie wieder ist jetzt – Solidarität gegen den Rechtsruck“ soll gegen den aus Sicht der Partei zunehmenden Rechtsruck demonstriert werden.
Anlass ist das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Bereits die erste ARD-Prognose unmittelbar nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr sah die AfD bei 44,5 Prozent. Die CDU kam demnach mit großem Abstand auf 18,5 Prozent. Auch in den späteren Hochrechnungen blieb die AfD mit rund 44 Prozent mit Abstand stärkste Kraft.
Linke kündigt „Spontan-Kundgebung“ für Montag an
Die Linke Osnabrück Stadt bezeichnet die für Montag geplante Versammlung ausdrücklich als „Spontan-Kundgebung“. Eine bemerkenswert gut vorbereitete Spontaneität: Rund 20 Minuten nach Schließung der Wahllokale und Veröffentlichung der ersten Prognose lag der Redaktion bereits die entsprechend ausformulierte Ankündigung vor. Nach Angaben des Kreisverbands wurde die Kundgebung am Sonntag kurz nach 18 Uhr angemeldet.
Die Osnabrücker Linke will mit der Demonstration nach eigenen Angaben „ein deutliches Zeichen aus Osnabrück senden: für Solidarität, Demokratie und Menschenwürde – und gegen Rassismus, Ausgrenzung und rechte Hetze“.
Linken-Sprecher Erdmann: „Nie wieder ist jetzt“
Christoph Erdmann, Kreissprecher der Linken Osnabrück Stadt, erklärt zum Anlass der Kundgebung: „Wenn eine rechtsextreme Partei derart starke Ergebnisse erzielt, dürfen wir nicht schweigen. Nie wieder darf nicht nur eine historische Mahnung bleiben. Nie wieder ist jetzt.“
Zu der Kundgebung am Montag um 18 Uhr vor dem Rathaus sind nach Angaben der Veranstalter Menschen aus Osnabrück und der Region eingeladen.
Kommentare zu diesem Artikel:
- Ich finde es richtig, gegen Rechtsextremissmus aufzutreten. Ich wähle weder "Die Linke" noch die AFD. Ich tue mich deshalb schwer unter der Flagge "Die Linke" gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. Dennoch bin ich selbstverständlich gegen Rechtsextremismus, wie im übrigen ich auch gegen Linksextremismus bin.
- Ich finde es richtig, gegen Rechtsextremissmus aufzutreten. Ich wähle weder "Die Linke" noch die AFD. Ich tue mich deshalb schwer unter der Flagge "Die Linke" gegen Rechtsextremismus zu demonstrieren. Dennoch bin ich selbstverständlich gegen Rechtsextremismus, wie im übrigen ich auch gegen Linksextremismus bin.
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