CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann warnt nach Informationen aus Parteikreisen vor einer möglichen massiven Austrittswelle aus der CDU. Hintergrund sind demnach zahlreiche Austritte in diesem Jahr und pessimistische interne Projektionen zur Mitgliederentwicklung.
Hochrechnung auf 50.000 Mitgliederverlust
In einer CDU-Präsidiumssitzung am vergangenen Montag berichtete Carsten Linnemann nach Angaben der „Bild“ von zahlreichen Austritten in diesem Jahr. Dabei habe er einen Schwund von mehreren zehntausend Mitgliedern hochgerechnet. Gehe die Entwicklung so weiter, würde die CDU bis zum Ende der Legislaturperiode 50.000 Mitglieder verlieren, soll Linnemann demnach gesagt haben, berichtete die „Bild“ unter Berufung auf hochrangige Parteikreise.
Linnemann selbst wollte die Aussagen auf Anfrage der Zeitung nicht kommentieren, wie die „Bild“ weiter meldet. Aus Parteikreisen hieß es laut „Bild“, dass diese Zahl ein hochgerechnetes „Worst Case“-Szenario gewesen sein soll.
Unzufriedenheit mit Bundesregierung und Kanzler Merz
Nach Informationen der „Bild“ werde intern eingeräumt, dass die aktuelle Entwicklung auch mit der unbeliebten Bundesregierung und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zusammenhänge. 2026 sei auch auf die Mitglieder-Bilanz bezogen bislang kein gutes Jahr gewesen, hieß es demnach aus Parteikreisen.
Trendwende nach Mitgliederzuwachs 2024
Die aktuelle Entwicklung stelle laut „Bild“ eine Wende dar: 2024 verzeichnete die CDU mehr als 20.000 Eintritte und überholte die SPD als mitgliederstärkste Partei. Dies wurde nach den Angaben der Zeitung auch auf Merz zurückgeführt, der damals die Ampel-Regierung als Oppositionschef unter Druck setzte.
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