Eine bundesweite Störung im Zugfunk führt aktuell zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr. Mehrere Eisenbahnunternehmen melden Verspätungen, Zugausfälle und unterbrochene Verbindungen, eine rasche Entspannung der Lage ist vorerst nicht in Sicht.
Bundesweite Störung legt Zugverkehr teilweise lahm
Wegen einer Störung im Zugfunk kommt es bundesweit zu erheblichen Einschränkungen im Bahnverkehr. Das geht aus Mitteilungen der S-Bahn München, der S-Bahn Berlin und der Eisenbahngesellschaften Metronom und Erixx vom Dienstagabend hervor.
Die S-Bahn München geht von Verspätungen von bis zu 30 Minuten und Teilausfällen im Gesamtnetz aus. Auch die S-Bahn Berlin meldet Beeinträchtigungen, Details zu einzelnen Linien liegen zunächst nicht vor.
Metronom stoppt alle Züge aus Sicherheitsgründen
Das Eisenbahnunternehmen Metronom teilte mit, dass aus Sicherheitsgründen alle Züge ihre Fahrt einstellen beziehungsweise den nächstgelegenen Bahnhof anfahren und dort verbleiben müssten. „Von der Störung sind sämtliche Strecken und Zugverbindungen betroffen“, hieß es laut Metronom. Aktuell komme es daher zu hohen Verspätungen, zahlreichen Zugausfällen und kurzfristigen Änderungen im Fahrplan. Derzeit ist laut Metronom noch nicht absehbar, wann der Zugverkehr wieder regulär aufgenommen werden kann.
Erixx rät von Zugfahrten ab
Das Eisenbahnunternehmen Erixx rät dazu, derzeit keine Fahrten anzutreten und alternative Reisemöglichkeiten zu nutzen. Es sei am Dienstag keine stabile Wiederaufnahme des Zugverkehrs zu erwarten, so Erixx.
Die Ursache der Funkstörung des Systems GSM-R ist bislang unklar. Eigentlich sollte das System P-GSM bei einem Ausfall von GSM-R die sichere Kommunikation zwischen Zügen und Fahrdienstleitern gewährleisten.
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