Vor dem Bundeswirtschaftsministerium haben am Freitag rund tausend Stahlarbeiter für eine bessere Zukunft ihrer Branche demonstriert. Die Bundesregierung zeigte Verständnis für den Protestzug und verwies auf die zentrale Bedeutung der Stahlindustrie sowie bereits ergriffene Maßnahmen zur Unterstützung des Sektors.
Bundesregierung betont Bedeutung der Stahlindustrie
Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sagte der dts Nachrichtenagentur, die Stahlindustrie sei eine zentrale Grundstoffindustrie und habe eine wichtige Rolle für vollständige Wertschöpfungsketten in Europa. Deutschland sei der größte Stahlproduzent der EU und die Branche befinde sich in einer „herausfordernden“ wirtschaftlichen Lage. „Das erkennen wir ausdrücklich an“, so der Sprecher weiter.
In den vergangenen Jahren hätten die deutschen und europäischen Stahlunternehmen wichtige Wettbewerbsfähigkeit und Marktanteile verloren, sagte der Sprecher der dts Nachrichtenagentur. „Der Koalitionsvertrag formuliert deswegen klar das Ziel, die Stahlindustrie am Standort Deutschland zu erhalten und weiterzuentwickeln.“ Dafür ergreife man „umfassende Maßnahmen in zentralen Handlungsfeldern“ wie bei den Energiepreisen, bei Leitmärkten und bei der Unterstützung der Dekarbonisierung.
Rund tausend Teilnehmer bei Protestzug
Im Rahmen des Protestzugs am Vormittag waren rund tausend Menschen einer Aufforderung der IG Metall gefolgt. Das Motto der Veranstaltung lautete „Stahl hat Zukunft – bei uns“. Dabei wurde nach Angaben der dts Nachrichtenagentur auch symbolisch ein Sarg mit der Aufschrift „Wirtschaft“ und „Wohlstand“ getragen.
Die Branche beklagt laut dts Nachrichtenagentur unter anderem preisgünstige Einfuhren, die vor allem aus China kommen. Auch die hohen US-Zölle sind ihr ein Dorn im Auge. Die Maßnahmen der Regierung reichen der IG Metall noch nicht aus, sie fordert die Regierung auf, nicht „auf halbem Weg stehen zu bleiben“.
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