Deutschland ist nach Einschätzung des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) für den Kampf gegen Kriminalität im Netz unzureichend gerüstet. Der BDK-Vorsitzende warnt vor erheblichen Defiziten bei Technik, Ausbildung und rechtlichen Befugnissen der Polizei. Cyberkriminalität sei längst zu einer gesamtgesellschaftlichen Bedrohung geworden, die Unternehmen, staatliche Stellen und Bürger gleichermaßen treffe.
„Erheblicher Nachholbedarf“ bei der Polizei
Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Dirk Peglow, sieht Deutschland für den Kampf gegen Kriminalität im Netz schlecht gewappnet. In den Polizeidienststellen vor Ort gebe es im Bereich der Cyberkriminalität weiterhin erheblichen Nachholbedarf, sagte Peglow dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Viele Kommissariate seien weder technisch noch in der Aus- und Fortbildung dort, wo sie angesichts der tatsächlichen Bedrohungslage sein müssten.
Cyberkriminalität kein Randphänomen mehr
Cyberkriminalität sei längst kein Randphänomen mehr, sondern betreffe Unternehmen, kritische Infrastrukturen, staatliche Stellen und Bürger gleichermaßen, betonte Peglow laut „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Nach seiner Einschätzung bildet die alltägliche Ausstattung der Dienststellen diese Entwicklung bisher nicht ausreichend ab.
Forderungen nach Technik, Ausbildung und Befugnissen
Peglow forderte eine bessere technische Ausstattung, mehr spezialisierte Aus- und Fortbildung und klare Befugnisse zur Cyberabwehr auch in den Polizeigesetzen der Länder. Der BDK-Chef äußerte sich anlässlich der Vorstellung des Bundeslagebildes Cybercrime durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU).
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