Polizei fahndet nach 21-Jährigem aus islamistischem Milieu
Am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist am Samstagabend ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Dabei kam eine Frau ums Leben, 16 weitere Personen wurden verletzt, darunter drei lebensgefährlich und acht schwer, wie die Polizei und die Feuerwehr mitteilten. Der Vorfall ereignete sich gegen 22 Uhr im Bereich des Tiergartens nahe dem Potsdamer Platz. Der CSD wurde daraufhin abgebrochen, und die Veranstalter riefen die Besucher auf, nach Hause zu gehen. Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar, wie der ZDF und die Tagesschau berichten.
Islamistischer Verdächtiger nach Anschlag flüchtig
Die Polizei hat einen 21-jährigen Tatverdächtigen identifiziert, der dem islamistischen Milieu in Berlin zugerechnet wird. Es handelt sich um Abdul B., wie der Spiegel und der RBB berichten. Der Mann ist polizeibekannt und wurde erst im Mai 2026 aus dem Jugendarrest entlassen. Eine Wohnung in Berlin-Schöneberg wurde durchsucht, doch der Verdächtige konnte nicht angetroffen werden. Die Ermittler sprechen mittlerweile von einem Anschlag, wie der Spiegel schreibt. Ob der Verdächtige tatsächlich das Fahrzeug steuerte, ist noch nicht geklärt. Das leere und stark beschädigte Fahrzeug wurde am Tatort sichergestellt.
Flucht mit Messer nach Kastenwagen-Anschlag möglich
Laut Zeugenaussagen soll ein weißer Kastenwagen mit hoher Geschwindigkeit auf dem Ahornsteig parallel zur Lennéstraße gefahren sein und dabei mehrere Menschen angefahren haben, bevor er mit einem Baum kollidierte. Der Fahrer floh anschließend. Einige Zeugen berichteten von möglichen Stichverletzungen bei Opfern, was darauf hindeuten könnte, dass der Täter nach der Fahrt mit einem Messer weitergezogen sein könnte. Die Polizei prüft diese Hinweise, wie der RBB und die Tagesschau melden. Eine offizielle Bestätigung dazu gibt es jedoch noch nicht.
Politiker verurteilen Angriff auf offene Gesellschaft
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) verurteilten die Tat als „abscheulich“ und „feige“. Merz stehe in engem Kontakt mit den Sicherheitsbehörden, wie ein Regierungssprecher mitteilte. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach von einem „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem Verdächtigen und hat eine Öffentlichkeitsfahndung eingeleitet. Hinweise können über ein spezielles Portal oder das Hinweistelefon der Polizei gemeldet werden.