Die Arbeitslosenzahlen sind im Juli 2026 auf 3.007.000 Personen gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhte sich die Zahl um 28.000, gegenüber Juni um 71.000. Die Quote liegt nun bei 6,4 Prozent, nach 6,2 Prozent im Juni und 6,3 Prozent im Juli 2025.
Schwache Nachfrage und angespannter Ausbildungsmarkt
Auch die Arbeitskräftenachfrage bleibt schwach: Im Juli 2026 waren 653.000 Stellen gemeldet, nur 25.000 mehr als im Vorjahr. Selbst "saisonbereinigt" stieg die Zahl gegenüber dem Vormonat um 6.000 Personen.
Am Ausbildungsmarkt hat sich die Lage zugespitzt. Seit Oktober 2025 meldeten sich 418.000 Bewerber, 4.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Doch nur 126.000 berichteten von einem Erfolg – 11.000 weniger als 2025. "Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen vor allem aus jahreszeitlichen Gründen im Juli spürbar zu", sagte BA-Vorstand Daniel Terzenbach. Die schwache Entwicklung am Arbeitsmarkt setze sich fort.
147.000 junge Menschen haben weder eine Ausbildungsstelle noch eine Alternative gefunden. Gleichzeitig sind 162.000 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Insgesamt wurden 437.000 Ausbildungsstellen gemeldet, 35.000 weniger als im Juli 2025.
Die Arbeitslosenquote beträgt damit aktuell 6,4 Prozent.