Leif-Erik Holm, Spitzenkandidat der AfD in Mecklenburg-Vorpommern, fordert, den Renteneintritt an der Zahl der Beitragsjahre auszurichten. Damit widerspricht er Plänen der Bundesregierung, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren abzuschaffen.
Kritik an Ungleichbehandlung von Erwerbsbiografien
Leif-Erik Holm, Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern, sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "45 Beitragsjahre müssen die Messlatte für den Renteneintritt sein".
Er begründet seine Forderung mit unterschiedlichen Lebensläufen: Wer mit 16 Jahren in Berufen wie der Pflege oder als Dachdecker zu arbeiten beginne, werde sonst benachteiligt – im Vergleich zu Akademikern, die erst mit 30 ins Berufsleben einsteigen und bis 65 im Büro arbeiten könnten.
Holm, dessen Partei in Umfragen in Mecklenburg-Vorpommern weit vorne liegt, wirft den Ministerpräsidenten in Ostdeutschland vor, ihren Widerstand gegen die Abschaffung der Rente mit 63 nicht ernst zu meinen. Der FAZ sagte er: "An diese Rebellion glaube ich nicht, das ist ein Rollenspiel vor der Wahl".