Pilot rettet sich mit Schleudersitz – Ursache noch unklar
Auf der US-Airbase Spangdahlem in der Eifel ist am Dienstagnachmittag ein Kampfjet vom Typ F-16 abgestürzt. Der Pilot konnte sich laut US-Luftwaffe mit dem Schleudersitz retten und wird medizinisch versorgt. Die Ursache des Absturzes ist noch unklar, wie die Tagesschau und der SWR übereinstimmend berichten. Die Maschine soll gegen 14:30 Uhr auf oder im Bereich des Flugplatzes verunglückt sein. Einsatzkräfte waren vor Ort, um die Löscharbeiten zu koordinieren.
Absturz nach Übung mit vier Flugzeugen
Die Deutsche Flugsicherung erklärte gegenüber dem SWR, dass der Absturz nach einer Übung mit vier Flugzeugen passiert sei. Zwei der Jets waren auf dem Rückflug nach Spangdahlem, wobei einer verunglückte. Die anderen drei Maschinen wichen nach Ramstein aus. Anwohner aus Beilingen und Binsfeld berichteten dem SWR von einer großen schwarzen Rauchsäule und sofort beginnenden Löscharbeiten. Die Kreisverwaltung Bitburg-Prüm bestätigte den Einsatz von Brand- und Katastrophenschutzkräften.
F-16 bei Crash vollständig zerstört
Der Volksfreund präzisiert, dass sich das Unglück in der Nähe des Golfplatzes ereignet habe, der unweit der Bundesstraße B 50 liegt. Die Straße sei vorübergehend gesperrt gewesen, sei aber mittlerweile wieder befahrbar. Der Focus berichtet, dass die Maschine bei dem Crash vollständig zerstört wurde und ausgebrannte Flugzeugteile auf dem Gelände liegen. Die F-16 gehört zum 52. Jagdgeschwader, das auf dem Stützpunkt stationiert ist.
Spangdahlem: US-Luftwaffe seit 1950er Jahren präsent
In Spangdahlem ist eine Staffel mit rund 20 F-16-Jets beheimatet, die weltweit Einsätze der US Air Force und der NATO unterstützen. Der Standort zählt etwa 5.000 militärische und zivile Mitarbeiter sowie 700 bis 800 deutsche Angestellte. Die US-Luftwaffe ist seit Mitte der 1950er Jahre in Spangdahlem präsent. In der Vergangenheit gab es bereits mehrere Unfälle mit F-16-Kampfjets in der Region, zuletzt im Oktober 2019, als ein Jet nahe Zemmer-Rodt abgestürzt war.