21 Festnahmen bei Razzia in Haan – Verdacht auf Steuerhinterziehung
Zollfahnder haben in Nordrhein-Westfalen eine illegale Zigarettenfabrik ausgehoben und dabei 21 Personen festgenommen. Wie ZDFheute und der WDR übereinstimmend berichten, wird den Verdächtigen Steuerhinterziehung und gewerbsmäßige Steuerhehlerei vorgeworfen. Die Ermittlungen gegen die Tätergruppierung laufen bereits seit Mai 2026. Die Gruppe soll in einer versteckten Halle im Gewerbegebiet von Haan bei Düsseldorf im großen Stil Zigaretten produziert haben, wie n-tv und der WDR unter Berufung auf eigene Recherchen ergänzen. Die Produkte seien anschließend in gefälschte Markenverpackungen abgefüllt und unversteuert auf dem Schwarzmarkt verkauft worden.
Beweise sichern: Zigarettenfabrik im Visier der Ermittler
Bei den Durchsuchungen in mehreren Objekten sicherten die Ermittler zahlreiche Beweise, darunter Maschinen zur Zigarettenproduktion, große Mengen geschnittenen Tabaks sowie Kartons und Paletten für den Weitertransport. Die genauen Produktionsmengen und der entstandene Steuerschaden sind laut WDR noch unklar.
Großrazzia: Zoll und Spezialkräfte bundesweit im Einsatz
An der großangelegten Aktion waren Zollkräfte aus mehreren nordrhein-westfälischen Städten beteiligt, darunter Aachen, Düsseldorf, Duisburg, Dortmund, Köln und Münster. Unterstützung erhielten sie von Kollegen aus Berlin und Hannover sowie Spezialkräften des Zollkriminalamts, der Bundespolizei und des Technischen Hilfswerks.
Fabrik in Haan: Standort der illegalen Zigarettenproduktion
Die Auswertung der sichergestellten Beweise läuft derzeit auf Hochtouren. Die Ermittler hoffen, dadurch weitere Erkenntnisse über die mutmaßliche Tätergruppe und deren Vertriebswege zu gewinnen, wie der WDR berichtet. Zoll und Staatsanwaltschaft hatten den Standort der Fabrik zunächst nicht preisgegeben, doch sowohl n-tv als auch der WDR lokalisierten die Produktionsstätte in Haan.
Professionelle Logistik: Täter setzen auf industrielle
Der Fall zeigt, wie professionell die mutmaßlichen Täter vorgegangen sein sollen. Bilder aus der Halle belegen den Einsatz industrieller Maschinen und eine organisierte Logistik für den Weitertransport der Ware. Die Ermittlungen gegen die Gruppe dauern an.