Die AfD-Führung hat zum Abschluss des Bundesparteitags in Erfurt ihre Delegierten auf eine mögliche Regierungsbeteiligung in naher Zukunft eingeschworen. Parteichef Tino Chrupalla und Co-Vorsitzende Alice Weidel riefen ihre Partei dazu auf, sich sowohl auf Neuwahlen im Bund als auch auf anstehende Landtagswahlen vorzubereiten.
Chrupalla fordert Vorbereitung auf Regierungsübernahme
Zum Ende des Delegiertentreffens der AfD in Erfurt stellte Parteichef Tino Chrupalla nach eigenen Worten die Weichen auf Regierungsbeteiligung. „Wir müssen endlich aus der Opposition in die Regierung kommen“, sagte Chrupalla am Sonntag am Ende des Delegiertentreffens in Erfurt (Quelle: dts Nachrichtenagentur). Er betonte: „Wir sind bereit dazu. Wir wollen regieren. Wir wollen dieses Land wieder vom Kopf auf die Füße stellen.“
Dafür brauche es „Stärke und Überzeugungskraft“, so Chrupalla weiter (Quelle: dts Nachrichtenagentur). Im Bund müsse man zudem jederzeit darauf vorbereitet sein, dass Neuwahlen eintreten könnten. Auch diese müssten vorbereitet sein, machte der Parteichef deutlich.
Zielmarke: „noch vier bis fünf Prozent“
Als konkretes Ziel gab Tino Chrupalla aus, „noch vier bis fünf Prozent“ zuzulegen (Quelle: dts Nachrichtenagentur). Man müsse spätestens 2029 auch im Bund die Regierung übernehmen, so Chrupalla.
Weidel richtet Blick auf Landtags- und Abgeordnetenhauswahlen
Co-Vorsitzende Alice Weidel lenkte den Blick auf die anstehenden Urnengänge in mehreren Bundesländern. Weidel sagte unterdessen, dass der volle Fokus jetzt auf die bevorstehenden Landtagswahlen im September in Sachsen-Anhalt und in Mecklenburg-Vorpommern liege. Das gleiche gelte für die Abgeordnetenhauswahl in Berlin (Quelle: dts Nachrichtenagentur).
„Aber wir sind eine 30-Prozent-Volkspartei und wir sind bei weitem die stärkste Kraft in Ostdeutschland“, so Weidel. Die AfD werde regieren und Verantwortung übernehmen, fügte sie hinzu (Quelle: dts Nachrichtenagentur).
