Eisblöcke, Wassersprenger und natürliche Rückzugsorte helfen Tieren in Zoos
Während in weiten Teilen Europas die Temperaturen auf Rekordwerte steigen, setzen Zoos auf kreative Lösungen, um ihre tierischen Bewohner vor der Hitze zu schützen. Im römischen Bioparco erhalten die Tiere etwa Eissnacks, kühle Becken und Zugang zu klimatisierten Räumen, wie euronews berichtet. Die italienische Hauptstadt steht weiterhin unter roter Hitzewarnung, was die Maßnahmen besonders dringlich macht. Auch in deutschen Zoos wird die Abkühlung großgeschrieben: Im Tierpark Hamm gibt es für Raubkatzen gefrorenes Fleisch in Blut als Eis, während Stachelschweine Obst aus Wassereimern fischen dürfen, wie der Westen schreibt.
Emus und Tiger suchen Schatten in NRW-Zoos
Rasensprenger laufen im Dauerbetrieb, und Emus nutzen die entstandenen Pfützen für ein Bad. In NRW haben die Tiere zudem die freie Wahl zwischen schattigen Ställen und Außengehegen, die über große Schattenplätze verfügen. Besonders hitzeempfindliche Arten wie Schneeeulen oder sibirische Tiger ziehen sich dabei bevorzugt in kühlere Bereiche zurück.
Robben bekommen Eisbomben im Rostocker Zoo
In Mecklenburg-Vorpommern setzen die Zoos auf ähnliche Strategien: Die Robben im Rostocker Zoo erhalten Eisbomben aus gefrorenem Fisch, und die Eisbären können sich in großen, beschatteten Betonboxen zurückziehen, wie die Welt berichtet. Auch hier sorgen Wasserbecken und direkte Duschen für Abkühlung. Die Tierpfleger betonen, dass viele Arten, die in Europa geboren wurden, an die hiesigen Temperaturen gewöhnt sind. Dennoch werden besonders empfindliche Tiere wie Westliche Rote Pandas oder ältere Raubtiere gezielt unterstützt.
Ameisenbären duschen während Nashörner Eisbomben fressen
In Schwerin werden etwa Ameisenbären abgeduscht, während Nashörner und Tiger Eisbomben erhalten. Die Zoos verweisen zudem auf die natürlichen Vorteile ihrer Standorte: Dichte Baumbestände und Seen in der Nähe sorgen für zusätzliche Kühlung. Besucher können die Tiere trotz Hitze beobachten, sollten ihren Besuch aber in die kühleren Morgenstunden legen.
