In Erfurt haben am frühen Freitagmorgen mehrere Demonstrationen gegen den AfD-Bundesparteitag begonnen. Nach Angaben der Polizei kam es bereits Stunden vor dem offiziellen Auftakt zu Blockaden wichtiger Verkehrsachsen und erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr.
Frühe Sitzblockaden auf Bundesstraßen und Autobahn
Knapp vier Stunden vor dem offiziellen Beginn des AfD-Bundesparteitags in Erfurt haben die Gegenproteste laut Polizei bereits eingesetzt. Wie die Beamten mitteilten, kam es am frühen Morgen zu mehreren Sitzblockaden.
So wurde unter anderem die B4 stadteinwärts auf Höhe der Anschlussstelle Gispersleben blockiert. Circa 300 Personen führten auf der A71 auf Höhe Gispersleben in Fahrtrichtung Schweinfurt eine Sitzblockade durch. Zudem hielten sich nach Polizeiangaben etwa 50 Personen auf der Clara-Zetkin-Straße und etwa 800 Personen auf dem Gothaer Platz in Erfurt auf. Dort wurde der Straßenbahnverkehr eingestellt.
Zehntausende Gegendemonstranten erwartet
Bereits über 200 Reisebusse mit Protestlern sind laut Polizei bis circa 6 Uhr in Erfurt angekommen, viele weitere Personen sind zu Fuß aus dem Umland auf dem Weg. Die Behörden erwarten insgesamt rund 50.000 Gegendemonstranten und rechnen auch mit gewalttätigen Ausschreitungen.
Parteitag mit Vorstandswahlen im Fokus
AfD-Parteitage wurden den Angaben zufolge auch in der Vergangenheit meistens von Protesten begleitet. Regelmäßig kam es dabei zu Verzögerungen im Ablauf. Im Mittelpunkt des Delegiertentreffens steht diesmal die Wahl des Parteivorstands. Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla treten erneut an.
