Die Stimmung im deutschen Wohnungsbau hat sich im März erneut eingetrübt. Das Ifo-Geschäftsklima fiel deutlich, wobei vor allem die Erwartungen der Unternehmen pessimistischer ausfallen. Zugleich zeigen sich im operativen Geschäft erste Anzeichen einer Entspannung bei Aufträgen und Stornierungen.
Geschäftsklima sinkt, Erwartungen trüben sich ein
Im Wohnungsbau hat sich die Stimmung im März weiter verschlechtert. Das entsprechende Ifo-Geschäftsklima sank nach Angaben des Instituts von -17,7 auf -19,5 Punkte. Ausschlaggebend waren deutlich pessimistischere Erwartungen der Unternehmen. Die aktuelle Lage im Wohnungsbau wurde hingegen etwas besser beurteilt.
Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen, erklärte zu den Ergebnissen: „Die Sorge vor wieder steigenden Zinsen belastet die Erwartungen im Wohnungsbau“, sagte Wohlrabe laut Ifo-Institut. „Höhere Finanzierungskosten würden die Ambitionen vieler Haushalte beim Hausbau wieder dämpfen.“
Auftragslage entspannt sich langsam
Im operativen Geschäft zeigen sich nach Angaben des Ifo-Instituts erste Lichtblicke. Die Auftragslage im Wohnungsbau entspannt sich demnach langsam. Der Anteil der Unternehmen, die über zu wenig Aufträge berichten, ging deutlich zurück und lag zuletzt bei 43,4 Prozent. Dies ist der niedrigste Wert seit Juli 2023. Als Grund nennt das Ifo-Institut einen Anstieg der Baugenehmigungen in jüngster Zeit.
Auch bei den Stornierungen verzeichnet die Branche eine Verbesserung. Ihr Anteil nahm ab und lag zuletzt bei 10,8 Prozent. „Die Auftragslage verbessert sich langsam, aber die Unsicherheit bleibt hoch“, so Wohlrabe laut Ifo-Institut.
Unsicherheit trotz erster Lichtblicke
Trotz der Entspannung bei Aufträgen und Stornierungen bleibt die Unsicherheit im Wohnungsbau nach Einschätzung des Ifo-Instituts groß. Die Sorge vor möglichen Zinssteigerungen belastet die Erwartungen der Unternehmen weiterhin deutlich und wirkt sich auf die Einschätzung der künftigen Entwicklung aus.
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