Der verurteilte Windkraft-Betrüger Hendrik Holt aus Haselünne ist auf der Flucht. Der 34-Jährige kehrte am Dienstag (25. August) nicht von einem genehmigten, unbegleiteten Ausgang in die Justizvollzugsanstalt Heidering bei Berlin zurück.
Staatsanwaltschaft bestätigt Fahndung
Nun gibt es offenbar Hinweise darauf, dass Holt das Land verlassen hat: Am Donnerstagnachmittag (27. August) veröffentlichte er in der Story auf seinem Instagram-Account ein Foto und ein Video aus Moskau. Dazu schrieb Holt: „Liebesgrüße aus Moskau sehr schön hier der Kaviar ist fantastisch.“ (sic!)
Die Staatsanwaltschaft Osnabrück bestätigte dem NDR Niedersachsen, dass nach Holt gefahndet wird. Holt sollte am Dienstagabend wieder in die JVA Heidering zurückkehren. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft befand er sich bereits seit längerer Zeit im offenen Vollzug.
Dass Holt nicht freiwillig zurückkehren könnte, soll sich laut NDR abgezeichnet haben. Bei der Staatsanwaltschaft und der Justizvollzugsanstalt ging ein Schreiben aus seinem Umfeld ein. Darin soll sinngemäß gestanden haben: „Hendrik Holt kommt nicht zurück.“ Auch weitere Ermittlungserkenntnisse sprechen nach Angaben der Staatsanwaltschaft dafür, dass Holt gezielt untergetaucht ist.
Millionenbetrug mit erfundenen Windparks
Holt war bundesweit bekannt geworden, nachdem er gemeinsam mit Familienmitgliedern internationale Energiekonzerne mit frei erfundenen Windpark-Projekten getäuscht hatte. Den Unternehmen wurden Windparks angeboten, die in dieser Form nicht existierten. Dafür verlangte die Gruppe Millionenbeträge.
Im Jahr 2020 wurde er im Berliner Hotel Adlon festgenommen. Zwei Jahre später gestand er die Taten vor dem Landgericht Osnabrück. Das Gericht verurteilte ihn zu einer mehrjährigen Haftstrafe.
Screenshot von Hendrik Holts Instagram-Story.
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