500-Pfund-Bombe in Bahrenfeld gefunden – Evakuierung und massive Zugausfälle
Bei Bauarbeiten in Hamburg-Bahrenfeld ist am Mittwoch eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Wie der NDR berichtet, handelt es sich um einen Blindgänger, der in der Nähe der Schleswiger Straße und Plöner Straße gefunden wurde. Der Kampfmittelräumdienst hat umgehend einen Sperrradius von 400 Metern um die Fundstelle eingerichtet, innerhalb dessen alle Gebäude geräumt werden müssen. Im Warnbereich von 1.000 Metern müssen sich rund 20.000 Anwohner in hintere Räume zurückziehen und Fenster sowie Türen geschlossen halten. Laut Feuerwehr sind etwa 2.500 Menschen von der Evakuierung betroffen.
500-Pfund-Bombe mit Langzeitzünder entdeckt
Die Polizei hat mehrere Notunterkünfte eingerichtet, die per Shuttleservice erreichbar sind. Zudem wurde ein Bürgertelefon unter der Nummer 040 – 428112005 geschaltet. Die Mopo bestätigt die Evakuierung und berichtet von lauten Durchsagen der Polizei, die Anwohner auffordern, sich in feste Gebäude zu begeben und von Fenstern fernzuhalten. Ein Feuerwehrsprecher betonte gegenüber dem Abendblatt, dass es sich um eine englische 500-Pfund-Bombe mit chemischem Langzeitzünder handelt, die durch die Bauarbeiten bewegt wurde. Dadurch bestehe akute Explosionsgefahr, was die Entschärfung besonders heikel mache.
Evakuierung läuft unter Zeitdruck ab
Die Zeit dränge, da der Zünder möglicherweise bereits aktiviert sei. Die Entschärfung oder eine kontrollierte Sprengung könne erst beginnen, wenn die Evakuierung abgeschlossen ist. Die Feuerwehr rechnet mit einem mehrstündigen Einsatz. Der Bahnverkehr ist massiv beeinträchtigt. Wie der NDR und die Mopo übereinstimmend melden, fahren die S-Bahnlinien S2, S3 und S5 nicht zwischen Altona beziehungsweie Holstenstraße und Eidelstedt.
Bahnverkehr in Hamburg komplett lahmgelegt
Auch Regionalzüge wie RB60, RB6, RB71 sowie Verbindungen nach Kiel und Flensburg (RE7 und RE70) fallen aus. Die Bundespolizei bestätigt, dass der Fernverkehr unterbrochen ist und es zu massiven Ausfällen aus Richtung Norden kommt. Fern- und Regionalzüge aus Richtung Süden enden vorzeitig am Hamburger Hauptbahnhof oder in Hamburg-Harburg. Die Deutsche Bahn hat Ersatzverkehr mit Bussen und Taxis organisiert.