Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Henning Otte, knüpft einen möglichen Einsatz des deutschen Minenjagdboots „Fulda“ in der Straße von Hormus an strikte Sicherheitsvorkehrungen. Die Sicherheit der Soldaten habe oberste Priorität, betonte der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete im Gespräch mit dem „Handelsblatt“.
Sicherheit der Besatzung im Mittelpunkt
Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags Henning Otte macht einen Einsatz des deutschen Minenjagdboots „Fulda“ in der Straße von Hormus von klaren Schutzmaßnahmen abhängig. „Die Sicherheit der Soldaten habe oberste Priorität“, sagte der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete dem „Handelsblatt“.
Bei seinem Besuch beim Marinekommando sei ihm vorgetragen worden, dass die Besatzung „hervorragend ausgebildet und auf ihren Auftrag vorbereitet“ sei, sagte Otte laut „Handelsblatt“. Zugleich unterstrich er die Notwendigkeit umfassender Absicherung: „Wichtig ist für mich, dass ein Minenjagdboot zu jeder Zeit abgesichert wird, entweder durch Partnernationen oder durch eigene Kräfte.“
Deutsche Marine bereitet möglichen Einsatz vor
Die Marine hat die „Fulda“ und einen Einsatzgruppenversorger ins östliche Mittelmeer geschickt, um sich gegebenenfalls an einem internationalen Einsatz in der Straße von Hormus zu beteiligen. Hintergrund ist eine am vergangenen Wochenende getroffene Grundsatzvereinbarung zwischen den USA und dem Iran, die einen solchen Einsatz wahrscheinlicher macht.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die Bereitschaft bekundet, dass Deutschland sich mit Partnern an einer defensiven Mission beteiligt. Diese mögliche Beteiligung steht nach den Äußerungen des Wehrbeauftragten jedoch unter dem Vorbehalt einer verlässlichen Absicherung der eingesetzten Minenräumer.
Keine Fregatte zum Schutz geplant
„Das gehe aber nur, wenn auch für die Sicherheit der Minenräumer garantiert werde“, so der Wehrbeauftragte im „Handelsblatt“. Bisher hat Deutschland allerdings nicht geplant, beispielsweise auch eine Fregatte zum Schutz zu entsenden.
Otte machte deutlich, dass er hier einen klaren Maßstab anlegt. „Wer die Truppe in den Einsatz schickt, ist auch für ihre Sicherheit verantwortlich – und ohne Schutz darf es keinen Einsatz geben. Punkt“, sagte Otte dem „Handelsblatt“.
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