Regen hilft bei der Brandbekämpfung, doch Entwarnung gibt es noch nicht.
Die Lage im Müritz-Nationalpark entspannt sich langsam, nachdem einsetzender Regen die Brandbekämpfung unterstützt hat. Wie der NDR berichtet, sind rund 325 Einsatzkräfte weiterhin im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen, die sich auf etwa 390 Hektar ausgebreitet haben. Der Landrat des Kreises Mecklenburgische Seenplatte, Thomas Müller (CDU), geht von Brandstiftung aus, während die Polizei in alle Richtungen ermittelt. Bisher gibt es jedoch keine Beweise für eine vorsätzliche Brandlegung, wie der Pressesprecher Marten Schröder betont. Auch Blitzeinschläge oder alte Munition als Auslöser wurden ausgeschlossen, wie der NDR weiter berichtet.
Feuerwehrleute kehren nach Einsatz heim
Die ersten Einsatzkräfte, darunter 22 Feuerwehrleute aus Niedersachsen, konnten bereits die Heimreise antreten. Sie hatten am Samstagabend bei der Bekämpfung des Brandes an dessen östlichem Rand geholfen, wo das Gelände nicht munitionsbelastet ist. Die Bahntrasse zwischen Neubrandenburg und Rostock war durch die Löscharbeiten nicht gefährdet, da eine breite Schneise zwischen Brandgebiet und Bahnstrecke stark bewässert wurde.
370 Einsatzkräfte kämpfen gegen eingekesseltes Feuer
Laut der Zeit ist das Feuer eingekesselt, und Wasserriegel wurden aufgestellt, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Ausdehnung des Feuers sei derzeit stabil, mit weniger Rauchsäulen und somit weniger Feuer und Glut. Mehr als 370 Einsatzkräfte, darunter Spezialeinheiten, kämpfen gegen die Flammen. Die Löscharbeiten werden durch das ehemalige Truppenübungsgelände erschwert, weshalb die Brandbekämpfung im Osten des Gebiets stattfindet. Trotz Munitionsbelastung arbeiten die Einsatzkräfte hart, um die Situation unter Kontrolle zu bringen.
Brand breitet sich auf 388 Hektar aus
Der Spiegel berichtet, dass sich der Brand auf rund 388 Hektar ausgebreitet hat und etwa 360 Menschen im Einsatz sind. Die Bundeswehr unterstützt bei den Löscharbeiten, wobei die Einsatzkräfte vorwiegend im östlichen Bereich des Parks arbeiten, da das dortige Gebiet nicht munitionsbelastet ist. Die Evakuierung der Ortschaft Granzin wurde vorläufig aufgehoben, doch die Notunterkunft bleibt einsatzbereit.
Kreisregner und Hubschrauber bremsen Feuerausbreitung
Die Einsatzleitung gibt an, dass das Brandgebiet vollständig mit Linien aus Kreisregnern eingekesselt ist. Diese Beregnungsanlagen halten den Waldboden feucht und verlangsamen so die Ausbreitung des Feuers. Zwei Transporthubschrauber vom Typ CH-53 haben Wasser aus umliegenden Seen aufgenommen und über gefährdeten Bereichen abgeworfen. Wegen der Munitionsbelastung durften sie die Brandherde jedoch nicht direkt überfliegen.
Der Landkreis warnt die Bevölkerung, das Brandgebiet weiträumig zu meiden. Der Zugang zum Aussichtsturm auf dem Käflingsberg ist gesperrt, und Wege sollten freigehalten werden, um den Einsatzkräften ein schnelles Durchkommen zu ermöglichen.
