Grünen-Chef Felix Banaszak wirft der Union in der Debatte um die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vor, 430.000 Arbeitsplätze in ländlichen Regionen zu gefährden. Zahlreiche Banken warnen Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vor einem Bürokratiemoloch.
Vorwürfe gegen Unionspläne
"Jede Kilowattstunde Strom aus Sonne und Wind macht uns unabhängiger von teuren Energieimporten aus den Krisenregionen dieser Welt", sagte Banaszak der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Statt Sonnen- und Windenergie "mit voller Kraft" voranzubringen, entwickele die Union "ganze Aktenstapel" mit neuer Bürokratie.
430.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel
"Mit keiner anderen Branche in diesem Land würden CDU und CSU so umgehen. Da stehen 430.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel, gerade in ländlichen Regionen, weil die Union einen Hass auf Erneuerbare hat".
Er wolle, dass vor allem in den ländlichen Regionen investiert werde und dort Wertschöpfung entstehe. "Deshalb braucht es diese Verlässlichkeit im EEG".
Banken warnen vor Bürokratie
Inzwischen warnen zahlreiche Banken in einem Brandbrief an Reiche "vor ihrem neuen Bürokratiemoloch. Spätestens da muss Katherina Reiche mal ein Licht aufgehen. Wo ist denn das `einfach mal machen`, wenn es um die Digitalisierung bei unseren Netzen, um weniger Bürokratie, um mehr Schnelligkeit bei den Netzbetreibern geht?"
Mit Blick auf die Änderungsvorschläge der Unionsfraktion sagte Michael Kellner, energiepolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, der „Rheinischen Post“: „Die Union bläst zur Jagd auf die Erneuerbaren. Das gefährdet Arbeitsplätze und unsere sichere Energieversorgung.“