Die Spuren eines Ende vergangener Woche bekannt gewordenen Waffendepots am Berliner Stadtrand führen offenbar zu einem mutmaßlich von Russland gesteuerten Agentennetzwerk. Im Zentrum soll ein 24-jähriger Mann aus der Ukraine stehen.
Verdächtiger soll Waffen in Berlin versteckt haben
Der 24-Jährige soll nach Erkenntnissen polnischer Sicherheitsbehörden am 1. Oktober 2025 von Polen aus mit dem Bus nach Berlin gereist sein. Dort habe er zunächst eine Ausfallstraße im Berliner Osten aufgesucht.
Laut Ermittlungen soll er zwei Pakete mit Pistolen aufgenommen, diese zu einem Waldstück in der Nähe des Müggelsees transportiert und dort in einem Erddepot versteckt haben. Am nächsten Tag sei er mit dem Bus zurück nach Polen gereist.
Festnahme in Rumänien nach Brandsatz-Versand
Wenig später fiel der Verdächtige den Sicherheitsbehörden in der rumänischen Hauptstadt Bukarest auf. Dort soll er mit einem Komplizen versucht haben, mit Brandsätzen bestückte Pakete bei dem ukrainischen Kurierdienst Nova Post aufzugeben, wie aus rumänischen Justizdokumenten hervorgeht.
Die beiden Ukrainer wurden festgenommen und sitzen seit Monaten in Rumänien in Untersuchungshaft.
Hinweise auf russisches Netzwerk
Laut Mitteilung des rumänischen Inlandsgeheimdienstes gehörten die Männer zu einem weitverzweigten Netzwerk von Saboteuren. Dieses nehme europäische Länder ins Visier und werde von russischen Geheimdiensten kontrolliert.
Die rumänische Verteidigung des Verdächtigten war laut "Spiegel" für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.