Außenminister Johann Wadephul hat vor seiner Reise nach Mauretanien, Nigeria und Südafrika die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit den Staaten Afrikas betont. Inmitten globaler geopolitischer Spannungen unterstrich er die Rolle fairer Handelspartnerschaften, sicherer Seewege und einer verlässlichen Rohstoffversorgung. Zugleich verwies er auf die gemeinsamen sicherheitspolitischen Herausforderungen und die Notwendigkeit, Extremismus und Terrorismus zu bekämpfen.
Wadephul betont Bedeutung afrikanischer Partner
Außenminister Johann Wadephul hob vor seiner Abreise die politische Relevanz des Kontinents für Deutschland und Europa hervor. „Gerade in Zeiten globaler geopolitischer Verwerfungen ist eine verlässliche Zusammenarbeit mit unseren afrikanischen Partnern wichtig“, sagte Wadephul am Montag laut dts Nachrichtenagentur vor Beginn seiner Reise nach Mauretanien, Nigeria und Südafrika. Es gehe Deutschland und Europa dabei um mehr als das naheliegende Interesse an einem möglichst stabilen und prosperierenden Nachbarkontinent.
„Es geht darum, einander Angebote zu machen. Deshalb besuche ich zum dritten Mal innerhalb weniger Monate wichtige Staaten Afrikas“, sagte Wadephul weiter laut dts Nachrichtenagentur. Die anstehende Reise ist nach seinen Worten Teil einer vertieften Hinwendung zu afrikanischen Partnerstaaten.
Unterschiedliche Regionen, ähnliche Herausforderungen
Mauretanien, Nigeria und Südafrika lägen nach den Worten Wadephuls in unterschiedlichen Regionen Afrikas, stünden jedoch vor ähnlichen Herausforderungen. Wadephul hob dabei laut dts Nachrichtenagentur die Bedeutung fairer Handelspartnerschaften, frei befahrbarer Seewege und einer zuverlässigen Versorgung mit kritischen Rohstoffen hervor. Zudem sei die Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus entscheidend, um die Freiheit der Menschen zu sichern.
Mauretanien als Stabilitätsanker, Nigeria und Südafrika als Schlüsselakteure
Besonders würdigte Wadephul die Rolle Mauretaniens. Er bezeichnete das Land laut dts Nachrichtenagentur als stabilen Staat in einer fragilen Region. „Die Dauerkrise im Sahel stellt das Land vor immense humanitäre und auch Sicherheits-Herausforderungen.“ Deutschland sei nach seinen Worten bereit, Mauretanien stärker zu unterstützen.
Nigeria beschrieb Wadephul laut dts Nachrichtenagentur als wirtschaftliches Kraftzentrum und politisch führend in Westafrika. Südafrika bezeichnete er demnach als Schlüsselpartner für Deutschland, mit dem die Beziehungen kürzlich zu einer „strategischen Partnerschaft“ ausgebaut worden seien.
