Ab Mitte September will Volkswagen in seiner neuen Fabrik in Salzgitter rund um die Uhr Batteriezellen herstellen. Bis Jahresende sollen eine Million Zellen für 10.000 E-Autos entstehen. Das Werk ist das erste eigene des Konzerns und kostete rund zwei Milliarden Euro.
Sieben Tage die Woche im Schichtbetrieb
Die Produktion soll sieben Tage die Woche rund um die Uhr laufen, wie Frank Blome, Chef der VW-Batteriesparte PowerCo, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagte. Bis Ende 2026 will der Konzern mindestens eine Million Zellen fertigen – genug für 10.000 Elektroautos.
Die Stromspeicher aus Salzgitter sollen zunächst in neue Elektrokleinwagen-Modelle eingebaut werden, die Volkswagen in Spanien produziert. "Wir müssen und werden liefern", versicherte Blome.
Unabhängigkeit von asiatischen Zulieferern
Das Werk in Salzgitter ist das erste eigene Batteriezellen-Werk von Volkswagen. Europas größter Autohersteller will sich damit aus der Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern befreien. Weitere Standorte entstehen in Spanien und Kanada.
Ziel: Technologieführerschaft
Blome betonte, Volkswagen dürfe sich nicht damit begnügen, den Rückstand gegenüber chinesischen Herstellern wie CATL und BYD aufzuholen. Auf längere Sicht müsse der Konzern Technologieführer werden. "Alles andere ist keine Option".
Man müsse Produkte entwickeln, die besser seien als das, was es sonst am Markt gebe.