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Startseite AktuellVon Leysieffer bis Lotto-Glück: Was Osnabrück 2024 bewegte
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Von Leysieffer bis Lotto-Glück: Was Osnabrück 2024 bewegte

von Maurice Guss 31. Dezember 2024
von Maurice Guss 31. Dezember 2024
Jahresrückblick 2024 / Grafik: Guss
118

Same procedure as every year: Am 31. Dezember geht das Jahr 2024 zu Ende. Überschattet werden die Tage in diesem Jahr nicht nur abermals von andauernden Krisen und Kriegen, sondern vor allem von einem Winterwahlkampf nach dem frühzeitigen Aus der Ampel-Koalition. Damit einhergehende Folgen, etwa in der Wirtschaft, belasten auch die Region Osnabrück – doch es war hier vor Ort noch viel mehr los, nicht immer nur negativ. Zum Jahreswechsel fasst die HASEPOST einige der meistgelesenen Ereignisse noch einmal zusammen.

Bangen bei VW & Aus für Leysieffer

Gebannt verfolgten viele Osnabrückerinnen und Osnabrücker die Krise beim größten deutschen Autobauer VW. Bis zuletzt stand das Osnabrücker Werk auf der Kippe, doch dessen Zukunft konnte vorerst gesichert werden. Bis September 2027 rollen im Fledder voraussichtlich weiterhin Autos vom Band. Gerüchte über eine anschließende Umstellung auf den Rüstungsbereich haben sich mittlerweile offenbar zerschlagen. Die Unsicherheit könnte somit schon bald zurückkehren.

Und auch beim Osnabrücker Traditionsunternehmen Leysieffer hat es in diesem Jahr ordentlich gekriselt – leider mit negativem Ausgang. Der Pralinenhersteller stand abermals lange vor dem Aus und konnte dieses Mal nicht gerettet werden. Die Liquidation des Unternehmens im November markiert das Ende einer über 115-jährigen Firmengeschichte in Osnabrück. Einen kleinen Hoffnungsschimmer bieten die Planungen von Jan Leysieffer, Mitglied der Gründerfamilie, der im kommenden Jahr mit seiner 2023 gegründeten Jan Leysieffer GmbH in Osnabrück-Atter eine neue Pralinenproduktion mit angeschlossenem Café unter der Marke „JL“ eröffnen will.

Veränderungen in der Innenstadt

Auch in der Osnabrücker Innenstadt war so einiges los: Zu den bekanntesten Schließungen im zurückliegenden Jahr gehörte wohl die der Stadt-Parfümerie Pieper in der Krahnstraße. Kurz bevor steht auch das Aus des Computerspiele-Händlers GameStop, der alle Filialen – einschließlich der in Osnabrück nahe der Kamp-Promenade – zum 31. Januar 2025 schließen wird. Ebenfalls Geschichte ist Back-Factory in der Großen Straße. Ein Nachfolger wurde mit Backwerk allerdings schnell gefunden und die neue Filiale umgehend eröffnet. Eine gänzlich neue Adresse ist Fritten Mama, ein Unternehmen aus Oldenburg, das auf frittierte Kartoffelgerichte spezialisiert ist und im Juni in die Theaterpassage einzog. Im selben Monat zog auch die Bio-Pommes-Manufaktur „stadtkoch“ von der Redlingerstraße in die Theaterpassage um.

Keine Neuerung, aber ein neues Bild bietet sich Osnabrückerinnen und Osnabrückern am ehemaligen Galeria-Kaufhof-Gebäude. Die bekannten Horten-Kacheln sind verschwunden – teils verkauft an interessierte Bürgerinnen und Bürger – , die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen an der Fassade wurden abgeschlossen. Zurück bleibt ein leerer Klotz im Herzen der Stadt, der jetzt aber immerhin sicher ist.

FMO zwischen Höhen und Tiefen

Nicht weniger los als in der Innenstadt war in diesem Jahr am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO). Besonders positiv kamen Meldungen über neue Flugverbindungen an. Absoluter Favorit der HASEPOST-Leserinnen und -Leser: die neuen Direktflugangebote nach London und Málaga ab April 2025. Weitaus weniger gut wurde das Frankfurt-Aus des FMO aufgenommen. Seit Ende Oktober entfällt die innerdeutsche Verbindung zum internationalen Drehkreuz Frankfurt, während die Strecke nach München verstärkt wurde. Dort rechnet Lufthansa-Boss Carsten Spohr bis ins kommende Jahr hinein allerdings mit teils chaotischen Zuständen, wie Fluggäste sie zuletzt etwa am Tag der Deutschen Einheit mit Schlangen von bis zu zwei Kilometern erlebten.

Licht und Schatten auch auf den Autobahnen

Vom Luftverkehr zurück auf den Boden: Nur zu gerne informierten sich Leserinnen und Leser via der HASEPOST über das Aufkommen auf den Autobahnen A1, A30 und A33 in der Region. Sperrungen und allen voran einige schwere Unfälle überschatteten das Jahr, doch zuletzt gab es auch mal positive Schlagzeilen: Die Dauerbaustelle auf der A1 zwischen Lohne/Dinklage und Bramsche ist endlich Geschichte! Für Pendler und Reisende in der Region bedeutet das ein spürbares Aufatmen.

Deutsche Bahn: Von Fehlern und Chaos

Auf Luft- und Auto- folgt nun noch der Schienenverkehr, denn: Auch die Deutsche Bahn sorgte in der Region Osnabrück für reichlich Gesprächsstoff – und mit einem millionenschweren Planungsfehler am Bahnhof Hasbergen leider auch mal wieder für Gelächter. Aber lest doch selber nochmal nach, wie es die Region dank des Dusel-Konzerns ein weiteres Mal in die Satiresendung Extra 3 schaffte.

Bombenentschärfung im Lokviertel

Dass am 17. November für mehrere Stunden keine Züge am Osnabrücker Hauptbahnhof fuhren, hatte allerdings nichts mit der Deutschen Bahn zu tun. Stattdessen sorgte eine der größten Evakuierungsaktionen in der Geschichte Osnabrücks für weitgehende Leere sowie jede Menge Spannung, als ganze 14.000 Anwohnerinnen und Anwohner rund um das Lokviertel ihre Häuser für die Entschärfung von sieben Weltkriegsbomben verlassen mussten. Mit Ausnahme einzelner Querulanten lief alles reibungslos ab. Dennoch bleibt die Aussicht auf weitere Bombenräumungen in naher Zukunft bestehen.

Freier Fall des VfL Osnabrück

Wenn wir schon bei Querulanten und getrübten Aussichten sind: Was war denn eigentlich beim VfL Osnabrück los? Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga setzte sich der Abwärtstrend auch in der 3. Liga fort, bevor ihn zuletzt ein zweiter Trainerwechsel etwas bremsen konnte. Dennoch stecken die Lila-Weißen weiterhin in akuter Gefahr, in die sportliche Bedeutungslosigkeit abzurutschen. Ob es auch dann zu einer millionenschweren Modernisierung der maroden Bremer Brücke kommen würde?

P.S.: Der meistgelesene Artikel zum VfL Osnabrück in diesem Jahr war übrigens keiner unserer zahlreichen Spielberichte – zugegeben, die boten auch nur wenige Highlights. Stattdessen sorgte ein Bericht über den unschönen Empfang des langjährigen VfL-Keepers Philipp Kühn beim Rivalen Preußen Münster für großes Interesse. Mittlerweile ist Kühn in Zypern aktiv.

P.S. 2: Unsere sportliche Berichterstattung haben wir in diesem Jahr deutlich ausgeweitet. Die Basketballerinnen der GiroLive-Panthers Osnabrück und die Handballer des TV Bissendorf-Holte begleiten wir bei jedem Spieltag und auch über das Abschneiden der Leichtathleten der LG Osnabrück haben wir in diesem Jahr vermehrt berichtet. Größter Erfolg: Langläufer Fabian Dammermann schaffte es in Deutschlands Olympia-Kader. In Paris war er dabei in bester Osnabrücker Gesellschaft – Gold-Erfolg inklusive.

… und immer wieder Lotto-Glück

Zahlreiche Meldungen brachten in diesem Jahr bereits viel Schönes mit sich – doch darüber hinaus hat die HASEPOST täglich noch einmal gesondert über erfreuliche Ereignisse berichtet. Von Auszeichnungen bis zu großzügigen Spenden war alles dabei – doch eines stach besonders hervor: das Lottoglück im Landkreis Osnabrück, wo allein im November gleich zweimal hohe Gewinne erzielt wurden. Wie viel Positives die Region zu bieten hat, zeigte sich auch am Heiligabend, als wir ausschließlich schöne Meldungen veröffentlicht haben. Und so viel sei verraten: Noch immer warten zahlreiche gute Nachrichten in unseren Postfächern darauf, erzählt zu werden. Grund genug also, unsere Tradition der „Guten Nachricht des Tages“ auch im kommenden Jahr fortzusetzen – hoffentlich mit Euch an unserer Seite.

Vielen Dank, dass ihr uns auch 2024 wieder so zahlreich gelesen habt. Vielen Dank für viel konstruktives Feedback und den weitestgehend sehr positiven Austausch. Kommt gesund und gut ins Jahr 2025 und schaut auch in den nächsten zwölf Monaten gerne auf unserer Seite vorbei. Wir lesen uns!

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Maurice Guss

Maurice Guss absolvierte im Herbst 2019 ein Praktikum bei der HASEPOST. Im Anschluss berichtete er zunächst als freier Mitarbeiter über spannende Themen in Osnabrück. Seit 2021 arbeitet er fest im Redaktionsteam und absolviert ein Fernstudium in Medien- und Kommunikationsmanagement. Nicht nur weil er selbst mehrfach in der Woche auf dem Fußballfeld steht, berichtet er besonders gerne über den VfL Osnabrück.

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