Der VfL Osnabrück hat die große Überraschung im DFB-Pokal verpasst. Trotz einer frühen Führung durch Robin Meißner verloren die Lila-Weißen am Mittwochabend an der Bremer Brücke mit 1:4 gegen den FC Bayern München. Der Zweitliga-Aufsteiger hielt vor allem in der Anfangsphase gut dagegen, ehe der Titelverteidiger das Spiel noch vor der Pause drehte.
Trainer Timo Schultz setzte auf dieselbe Startelf wie beim 1:0 gegen Bochum. Osnabrück zog sich gegen den favorisierten Gegner zunächst weit zurück und verteidigte kompakt.
Meißner trifft aus 30 Metern
Nach fünf Minuten sorgte Robin Meißner für die frühe Überraschung. Nach einem langen Ball verlor Jonathan Tah den Zweikampf mit dem VfL-Stürmer. Meißner behielt den Überblick und traf aus rund 30 Metern sehenswert oben rechts zum 1:0 (5. Spielminute). Die Bremer Brücke glich nun endgültig einem Tollhaus.
Der VfL verteidigte die Führung anschließend zunächst stabil und ließ in der ersten Viertelstunde keine große Münchner Chance zu. Bayern hatte zwar viel Ballbesitz, erhöhte anschließend aber zunehmend den Druck.
In der 18. Spielminute fiel dann der Ausgleich. Joshua Kimmich spielte einen hohen Ball hinter die Osnabrücker Abwehr. Fabinski konnte nicht sauber per Kopf klären, Harry Kane kam aus kurzer Distanz an den Ball und traf zum 1:1.
Nur sechs Minuten später war die Partie gedreht. Nach einem Ballverlust von Ismail Badjie ging es schnell über Tom Bischof und Michael Olise. Olise setzte Luis Díaz ein, dessen Abschluss Krumrey noch parierte. Bischof verwertete den Abpraller zum 1:2 (24.).
Osnabrück kam danach nur noch selten zur Entlastung. Fabinski prüfte Jonas Urbig mit einem Flachschuss, wenig später sorgte Badjie über die linke Seite für eine gefährliche Hereingabe. Auf der anderen Seite verhinderte Krumrey kurz vor der Pause gegen Olise das mögliche 1:3.
Krumrey hält den VfL zunächst im Spiel
Nach dem Seitenwechsel blieb Bayern spielbestimmend, ohne sich zunächst viele klare Chancen zu erarbeiten. Olise schloss zu zentral ab, Saibari scheiterte aus spitzem Winkel an Krumrey. Auch Kane kam nach einer Olise-Flanke nicht entscheidend zum Abschluss.
Der VfL blieb laufstark, wagte sich vereinzelt ins Offensivpressing und kam phasenweise auch selbst wieder zu mehr Ballbesitz. Schultz brachte nach gut einer Stunde Konrad Faber und Luca Raimund für Bjarke Jacobsen und Badjie.
Die Entscheidung fiel in der 73. Spielminute. Kapitän Jannik Müller spielte einen Fehlpass in die Füße von Lennart Karl. Der Bayern-Joker setzte Olise ein, der Krumrey mit einem Heber zum 1:3 überwand.
Kane trifft erneut vom Punkt
In der Schlussphase kontrollierten die Münchner die Partie weiter. Müller traf im eigenen Strafraum Aleksandar Pavlovic und verursachte damit einen Elfmeter. Kane trat an und verwandelte präzise zum 1:4 (86.).
Kurz vor Schluss verhinderte Krumrey gegen Konrad Laimer noch einen weiteren Gegentreffer. Auf der anderen Seite kam Osnabrück nicht mehr entscheidend zum Abschluss.
Damit blieb die große Pokalsensation aus. Der VfL erwischte mit Meißners Traumtor einen starken Start und hielt den Favoriten zunächst gut vom eigenen Tor fern. Mit zunehmender Spielzeit übernahm Bayern jedoch immer mehr die Kontrolle und setzte sich am Ende mit 4:1 durch.
Am Sonntag geht es für den VfL Osnabrück im Liga-Alltag weiter.