Der Mannheimer Stadtrat Julien Ferrat hat bestätigt, dass im Rathaus eine Swingerparty
Um den Teppichboden zu schonen, sei eine schwarze Decke mit einer Luftmatratze ausgelegt worden, so Ferrat weiter. Er betonte, es habe sich um eine „politische Swingerparty“ gehandelt, die Aufmerksamkeit für sein Ziel wecken sollte, Mannheim in ein FKK-Swinger-Paradies zu verwandeln. Als Vorbild nennt er das französische Cap d’Agde, wo ein 120 Hektar großes FKK-Dorf existiert. Ferrat rechnet mit Millioneninnahmen für die Stadt durch Gewerbesteuern, Eintrittsgelder und Hotellerie.
Stadt Mannheim stoppt zweckentfremdete Nutzung
Die Stadt Mannheim hatte Ferrats Pläne zuvor abgelehnt. Wie die Morgenpost berichtet, hatte die Verwaltung ihn schriftlich darauf hingewiesen, dass der reservierte Raum nicht für Nacktveranstaltungen oder Swingerpartys genutzt werden dürfe. Ferrat hatte den Raum ursprünglich für einen „kommunalpolitischen Stammtisch“ beantragt. Die Stadt sieht in der zweckentfremdeten Nutzung eine gröbliche Verletzung der Treuepflicht und prüft nun Sanktionen wie ein Ordnungsgeld.
Ferrat erwartet keine harten Konsequenzen
Ferrat selbst geht von keiner harten Strafe aus, da ein Ausschluss aus dem Gemeinderat nur bei unentschuldigtem Fehlen oder einer Haftstrafe von mindestens einem Jahr möglich sei. Die bnn.de bestätigt, dass Ferrat die Party trotz der Ablehnung der Stadt durchgeführt habe. Die Stadtverwaltung habe zuvor betont, eine solche Veranstaltung nach aktuellem Stand nicht genehmigen zu können.