Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre überraschende Gegenkandidatur zum neuen Parteichef Wolfgang Kubicki auf dem jüngsten Parteitag mit wachsendem Unmut in der Partei begründet. Sie verwies auf zahlreiche Rückmeldungen aus der Mitgliedschaft und warnte vor drohenden Austritten, falls zentrale Fragen nicht offen diskutiert würden.
Strack-Zimmermann begründet Kandidatur mit innerparteilichem Unmut
Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre Entscheidung, beim Parteitag am vergangenen Wochenende gegen den neuen Parteichef Wolfgang Kubicki anzutreten, mit wachsendem Unmut in der Partei erklärt. Nach dem Rückzug des ursprünglich favorisierten Kandidaten Henning Höne hätten sich zahlreiche Mitglieder bei ihr gemeldet.
„Da drohte ein regelrechtes Erdbeben an Austritten“, sagte Strack-Zimmermann dem „Handelsblatt“. Viele Mitglieder hätten demnach das Gefühl gehabt, dass wichtige Fragen nicht mehr diskutiert würden.
Progressive Kräfte in der FDP im Blick
Strack-Zimmermann betonte, ihr sei es mit der Kandidatur darum gegangen, die progressiven Kräfte in der FDP nicht zu verlieren. Viele Delegierte hätten gewollt, „dass diese Debatte mal geführt werde“, sagte Strack-Zimmermann dem „Handelsblatt“.
Knappes Ergebnis bei der Wahl
Bei der Wahl zum Parteivorsitz trennten Strack-Zimmermann und Kubicki nach ihren Angaben am Ende 131 Stimmen. „Das ist nicht die Welt. Aber darum geht es nicht“, sagte Strack-Zimmermann dem „Handelsblatt“.
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