ADAC warnt vor extremen Wartezeiten auf Autobahnen
Am Wochenende vom 10. bis 12. Juli 2026 droht auf deutschen Autobahnen ein massives Stau-Chaos. Mit dem Ferienbeginn in Berlin, Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie Teilen der Niederlande starten vier weitere Bundesländer in die Sommerferien, wie der ADAC mitteilt. Insgesamt sind dann 13 Bundesländer schulfrei, was zu einem deutlichen Anstieg des Reiseverkehrs führt. Besonders kritisch wird es am Freitagnachmittag, wenn Berufspendler und Urlauber gleichzeitig unterwegs sind. Auch am Samstagvormittag und ab Sonntagmittag rechnet der Automobilclub mit hohen Verkehrsaufkommen auf den klassischen Reiserouten Richtung Süden, Alpen und Küsten. Die Süddeutsche Zeitung berichtet zudem von ähnlichen Erfahrungen aus dem Vorjahr, als am letzten Schultag vor den bayerischen Sommerferien auf der A8 Richtung Salzburg massive Staus auftraten. Damals brauchten Autofahrer zwischen Brunnthal und der Landesgrenze für 114 Kilometer bis zu 2 Stunden und 44 Minuten – mehr als das 2,7-fache der üblichen Fahrzeit.
Straßen gesperrt und Kontrollen verlängern Wartezeiten
Zusätzlich verschärfen über 1.000 Baustellen und Vollsperrungen die Situation. Betroffen sind unter anderem die A1 bei Osnabrück, die A4 zwischen Köln und Kerpen sowie die A94 zwischen Altötting und Neuötting-Ost, wie Auto Motor und Sport berichtet. Auch die jüngste Hitzewelle hat zu Fahrbahnaufbrüchen geführt, die kurzfristige Reparaturen erfordern. An allen deutschen Außengrenzen finden zudem verstärkte Einreisekontrollen statt, was die Wartezeiten an Übergängen wie Suben, Walserberg oder Kiefersfelden verlängert.
Abfahrtssperren in Österreich belasten Urlaubsverkehr
In Österreich gelten an Wochenenden und Feiertagen Abfahrtssperren auf mehreren Landesstraßen, um den Verkehr in den Bezirken Innsbruck, Kufstein, Imst und Reutte zu entlasten. Betroffen sind auch die Tauernautobahn (A10), die Inntalautobahn (A12) und die Brennerautobahn (A13), die ohnehin stark belastet sind. In der Schweiz und Italien wird ebenfalls mit langen Staus gerechnet, insbesondere auf der Gotthard-Route (A2) und der Brennerroute (A22).
ADAC warnt vor massiven Staus auf Europas Straßen
Der ADAC rät Urlaubern, sehr viel mehr Zeit einzuplanen als üblich und die Abfahrt auf Montag oder Dienstag zu verschieben, um die Stoßzeiten zu vermeiden. Wer flexibel ist, sollte ruhige Alternativrouten wählen oder abends und nachts fahren, wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Tom-Tom-Daten empfiehlt. Ansonsten drohen auf vielen Strecken mehrfache Fahrzeitverlängerungen.
