Erfolgreicher 13. Testflug der Riesenrakete mit Nutzlast im All.
Die Riesenrakete Starship von SpaceX hat ihren 13. Testflug weitgehend nach Plan absolviert. Wie die Welt berichtet, startete die 122 Meter hohe Rakete vom Weltraumbahnhof in Texas und setzte erstmals 20 funktionierende Starlink-Satelliten der neuen Generation V3 im All aus. Die obere Stufe landete dabei erstmals intakt im Indischen Ozean, während die untere Stufe wie geplant ins Meer stürzte. SpaceX-Sprecher Dan Huot bezeichnete dies gegenüber der Zeit als „Traumszenario“.
Triebwerksausfälle gefährden Starship-Missionen
Trotz des Erfolgs blieben technische Herausforderungen bestehen. Wie die Welt weiter schreibt, versagten beim Abbremsmanöver der Antriebsstufe vor der Wasserung nur etwa fünf von 13 vorgesehenen Triebwerken. Die Aufprallgeschwindigkeit sei daher höher als geplant gewesen. Die Zuverlässigkeit der 33 Triebwerke der Antriebsstufe bleibt damit ein zentrales Problem, wie bereits bei vorherigen Flügen. Beim 12. Testflug im Mai 2026 hatten fünf Triebwerke Probleme, beim 11. Startversuch waren es vier.
Satelliten verglühen planmäßig nach Testflug
Der Spiegel bestätigt den erfolgreichen Flugverlauf, betont jedoch, dass die Satelliten nach dem Aussetzen wie geplant in der Atmosphäre verglühten. Die Mission diente damit vor allem als Demonstration der Nutzlastfähigkeit und der Flugstabilität. Beide Raketenstufen sind für eine spätere Wiederverwendung konzipiert, doch das Auffangen am Startturm mit den sogenannten „Mechazilla“-Armen ist erst für eine der nächsten Missionen geplant.
Starship treibt Mond- und Marspläne voran
Die Starship-Rakete spielt eine zentrale Rolle für die Pläne von SpaceX und der NASA. Während die NASA Astronauten bis 2028 zum Mond bringen will, strebt SpaceX langfristig bemannte Marsmissionen an. Zudem soll die Rakete den Ausbau des Starlink-Satellitennetzes beschleunigen, das künftig bis zu 100.000 V3-Satelliten umfassen könnte.
SpaceX-Aktie fällt nach Rekord-Börsengang
Der Testflug fand kurz nach dem Börsengang von SpaceX statt, der als größtes Debüt eines Unternehmens galt. Wie die Welt und n-tv berichten, ist die Aktie seitdem jedoch unter den Ausgabepreis gefallen. Die Entwicklung der Starship-Rakete hat bereits 15 Milliarden Dollar gekostet, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht.